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Kinocharts : Virtuelle Abgründe

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Vee (Emma Roberts) und Ian (Dave Franco) sind in einem Spiel gefangen. Kommen sie da wieder raus? Bild: dpa

In Deutschland schafft es der Thriller „Nerve“ gleich nach dem Start an die Spitze der Kinocharts. In Nordamerika landet das Piloten-Drama „Sully“ souverän auf Platz eins.

          Der Thriller „Nerve“ mit Emma Roberts und Dave Franco ist am Startwochenende gleich auf Platz eins der deutschen Kinocharts eingestiegen. Rund 146.000 Zuschauer sahen den Film um ein Online-Spiel, das die Nutzer immer tiefer in die virtuelle Welt zieht.

          Ein weiterer Neueinsteiger folgt auf dem zweiten Platz: Der Horrorfilm „Don't Breathe“ von Regisseur Fede Alvarez lockte zwischen Donnerstag und Sonntag knapp 108.000 Zuschauer in die Kinos, wie Media Control am Montag berichtete.

          Die nächstplatzierten Filme verloren jeweils zwei Ränge: Dritter ist nun der Vorwochen-Spitzenreiter „Suicide Squad“ mit 97.000 Besuchern; als Vierter folgt „Pets“ mit knapp 73.000 Zuschauern, und die Top Fünf werden komplettiert von „Mike And Dave Need Wedding Dates“ (61.000).

          Vögel in den Triebwerken

          Die spektakuläre Notlandung des US-Piloten Chesley Sullenberger, die 2009 als „Wunder vom Hudson“ gefeiert wurde, macht nun als Verfilmung Furore. Das Drama „Sully“ von Regisseur Clint Eastwood mit Tom Hanks in der Rolle des heldenhaften Piloten spielte am Wochenende an den nordamerikanischen Kinokassen mehr als 35 Millionen Dollar (gut 31 Millionen Euro) ein. Das bedeutete Platz eins der Kinocharts. Sullenberger musste einen Airbus A320 im New Yorker Hudson River notlanden, nachdem Vögel in die Triebwerke geraten waren. Alle 150 Passagiere und 5 Besatzungsmitglieder überlebten das Unglück. Neben Oscar-Preisträger Hanks spielen Aaron Eckhart und Laura Linney mit. Die deutschen Kinogänger müssen sich bis zum Filmstart noch bis Anfang Dezember gedulden.

          Der zweite Platz, mit Einnahmen von rund 15 Millionen Dollar, ging an den Neueinsteiger „When the Bough Breaks“. Der Thriller mit Morris Chestnut und Regina Hall dreht sich um ein junges Paar, das von einer Leihmutter terrorisiert wird. Einen Starttermin in Deutschland gibt es noch nicht.

          Der Horrorschocker „Don't Breathe“ verdiente nach ersten Studioschätzungen an seinem dritten Wochenende (auf Rang drei) weitere acht Millionen Dollar dazu. Der Billig-Thriller über eine Gruppe von Teenagern, die bei einem Hauseinbruch Gruseliges erleben, hat in Nordamerika insgesamt schon knapp 67 Millionen Dollar eingespielt.

          Nach sechs Wochen in den Kinos räumte auch „Suicide Squad“ weiter ab. Auf dem vierten Rang verdiente die Comic-Verfilmung mit Will Smith, Jared Leto und Margot Robbie knapp sechs Millionen Dollar dazu. Die bösen Superhelden kletterten in den USA und Kanada über die 300-Millionen-Dollar-Hürde.

          Der belgisch-französische Zeichentrickfilm „Robinson Crusoe“ („The Wild Life“) schaffte es beim Debüt mit rund 3,4 Millionen Dollar auf Platz fünf.

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