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Kinocharts : Menschen braucht kein Mensch

  • Aktualisiert am

Die Minions sind mal wieder unverbesserlich. Bild: dpa

Wer will schon Schauspieler, wenn er stattdessen Monstermaschinen und Minions haben kann? In den Kinocharts haben sie ganz klar die Nase vorn.

          Das Roboterspektakel „Transformers: The Last Knight“ bleibt auch in der zweiten Woche unangefochten an der Spitze der offiziellen deutschen Kinocharts. Nach vorläufigen Trendzahlen sahen 286.000 Besucher die fünfte „Transformers“-Folge mit Mark Wahlberg und Anthony Hopkins, wie Media Control am Montag berichtete.

          Die Komödie „Baywatch“ mit Dwayne Johnson und Zac Efron behauptet sich mit 139.000 Besuchern auf dem zweiten Platz. Neu auf der Drei steigt „Girls’ Night Out“ mit 120.000 Besuchern in die Charts ein. In der Komödie von Regisseurin Lucia Aniello schlagen fünf Freundinnen auf einem Junggesellinnenabschied über die Stränge. Ein toter Stripper hält Stars wie Scarlett Johansson und Kate McKinnon auf Trab.

          Das Abenteuer „Pirates of the Carribean 5: Salazars Rache“ steht mit 115.000 Besuchern weiterhin auf der Vier. Superheldin „Wonder Woman“ rutscht mit 109.000 Besuchern von Platz drei auf fünf ab.

          Die animierten gelben Sympathieträger aus „Ich - Einfach unverbesserlich“ („Despicable Me“) haben sich im dritten Teil der Filmreihe an die Spitze der Kinocharts von Nordamerika gespielt. Die Fortsetzung um Ex-Bösewicht Gru und seine gelben Minions nahm dort an den Kinokassen am Wochenende 75,4 Millionen Dollar (66 Mio Euro) ein, wie die Branchenwebsite Box Office Mojo berichtete. In „Despicable Me 3“ spricht Schauspieler Steve Carell die Hauptfigur Gru und nun auch dessen Zwillingsbruder Dru.

          Platz zwei holte der weitere Neueinsteiger „Baby Driver“, der sich um den von Musik angetriebenen Fluchtwagenfahrer Baby (Ansel Elgort) und dessen Gangsterboss Doc (Kevin Spacey) dreht. Baby hat als Kind nach einer traumatische Erfahrung einen Tinnitus, den er mit Musik ausblendet. Die britische Produktion, in der auch Lily James, Jon Bernthal, und Jamie Foxx zu sehen sind, spielte 21 Millionen Dollar (18,3 Mio Euro) ein und startet in Deutschland Ende dieses Monats.

          Größere Schwierigkeiten hatte in den nordamerikanischen Kinos der Neueinsteiger „The House“ mit Amy Poehler und Will Ferrell. Die beiden eröffnen in der Komödie ein illegales Casino, um ihrer Tochter das College zu finanzieren. Mit Einnahmen von rund neun Millionen Dollar (7,9 Mio Euro) schaffte es der Film, der unter dem Titel „Casino Undercover“ am Donnerstag auch in Deutschland startet, nur auf den sechsten Platz der Kinocharts.

          Der vierte Teil der „Transformers“-Reihe, dem schon in der Vorwoche mit sinkenden Einnahmen langsam die Luft ausgegangen war, rutschte auf den dritten Platz des Rankings. Dahinter landeten „Wonder Woman“ um die gleichnamige Superheldin und das animierte Auto-Abenteuer „Cars 3“.

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