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Kinocharts : In den Fängen des russischen Geheimdienstes

  • Aktualisiert am

Dominika Egorova (Jennifer Lawrence) und Nina Egorova (Joely Richardson) im Agententhriller „Red Sparrow“ Bild: 2017 Twentieth Century Fox

Der Agententhriller „Red Sparrow“ mit Jennifer Lawrence hat die Spitze der deutschen Kinocharts erobert. Für „Fifty Shades Of Grey“ geht es abwärts, „Die Verlegerin“ steigt um einen Platz auf.

          Der Agententhriller „Red Sparrow“ hat es an die Spitze der offiziellen deutschen Kinocharts geschafft. In seiner zweiten Einspielwoche wollten weitere etwa 164.000 Besucher den Film mit Jennifer Lawrence in der Hauptrolle sehen. Damit verdrängte „Red Sparrow“ den Superhelden-Film „Black Panther“ auf Platz zwei, wie Media Control mitteilte. „Black Panther“ wollten zwischen Donnerstag und Sonntag weitere ungefähr 148.000 Besucher sehen, der Film erreichte damit insgesamt etwa 1,29 Millionen Zuschauer.

          Vom vierten auf den dritten Rang schiebt sich nach den vorläufigen Trendzahlen das Zeitungsdrama „Die Verlegerin“ mit weiteren etwa 129.000 Besuchern. In den Hauptrollen sind Meryl Streep und Tom Hanks zu sehen, Regie führte Steven Spielberg.

          Für „Befreite Lust“, dritter Teil der Sadomaso-Romanze „Fifty Shades Of Grey“, geht es eine Position nach unten: Das Erotikdrama steht nun auf dem vierten Platz. Am fünften Einspielwochenende kamen weitere rund 101.000 Besucher, insgesamt sind es damit etwa 2,6 Millionen.

          Zurück in die Top fünf schaffte es „Die kleine Hexe“: Rund 68.000 Wochenendbesucher wollten den Fantasy-Kinderfilm nach dem Bestseller von Otfried Preußler und mit Karoline Herfurth in der Hauptrolle sehen. „Die kleine Hexe“ erreichte damit den fünften Platz.

          „Black Panther“ verteidigt in Amerika die Spitze

          Mit einem Spitzenplatz in den Vereinigten Staaten und Kanada und weltweiten Rekordeinnahmen hat der Actionfilm „Black Panther“ den Erfolg in seiner vierten Kinowoche weiter ausgebaut. Das Werk von Ryan Coogler spielte „Variety“ zufolge in 26 Tagen weltweit bereits mehr als eine Milliarde Dollar (812 Mio Euro) ein, was bisher nur 32 Filmen gelang. Mit Einnahmen von 41 Millionen Euro (33 Mio Euro) in Nordamerika baute „Black Panther“ seine Einspielsumme dort auf 562 Millionen Dollar (457 Mio Euro) aus.

          Auch der Neueinsteiger „A Wrinkle in Time“, der in Deutschland Anfang April unter dem Titel „Das Zeiträtsel“ startet, blieb hinter den Marvel-Actionhelden zurück. Der Fantasyfilm mit Storm Reid, Oprah Winfrey und Reese Witherspoon unter Regie von Ava DuVernay dreht sich um das hochintelligente Mädchen Meg, die das mysteriöse Verschwinden ihres Vaters aufklären will und dafür durch Raum und Zeit reist. Der Film beruht auf dem gleichnamigen Roman der 2007 verstorbenen amerikanischen Autorin Madeleine L’Engle von 1962.

          Die Disney-Studios habe mit „A Wrinkle in Time“ an ihren Erfolg von „Black Panther“ anknüpfen wollen, schrieb das Magazin „Marketwatch“. Reid, Winfrey und DuVernay sind Afroamerikanerinnen. „Bei beiden Filmen sieht man, dass vielfältige Stimmen eine Rolle spielen“, sagte Dave Hollis von den Disney-Studios dem „Hollywood Reporter“ zufolge. Der Film spielte am Wochenende in Nordamerika 33 Millionen Dollar (27 Mio Euro) ein.

          Es war laut „Variety“ das erste Wochenende der jüngeren Kinogeschichte, an dem zwei von schwarzen Regisseuren gedrehte und mit schwarzen Hauptdarstellern besetzte Filme die beiden Spitzenplätze der Kinocharts belegten. Im Februar 2017 hatte sich „Get Out“ von Jordan Peele den Spitzenplatz besetzt, einen Monat davor gelang das bereits „Hidden Figures“ mit Taraji Henson, Octavia Spencer und Janelle Monae und den Hauptrollen.

          „The Strangers 2: Prey at Night“, ein Horrorfilm über eine von maskierten Killern verfolgte Familie, landete am Wochenende auf dem dritten Platz. Die folgenden drei Plätze belegten der Spionage-Thriller „Red Sparrow“, die Actionkomödie „Game Night“ über einen Spiele-Abend mit überraschenden Wendungen und der Kinderfilm „Peter Hase“.

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