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Kinocharts : Ein Heiratsantrag ist keine Kfz-Zulassung

  • Aktualisiert am

Bild: Paramount Pictures Germany

„Sauerkrautkoma“ vor Super-Hai: „The Meg“ schafft es nur in Nordamerika auf den Spitzenplatz der Kinocharts. Hierzulande hält sich ein Geheimagent in unmöglicher Mission ganz oben.

          Die Komödie „Sauerkrautkoma“ ist auf Platz drei der offiziellen deutschen Kinocharts eingestiegen. Die fünfte Verfilmung eines Krimis von Bestsellerautorin Rita Falk um den Dorfpolizisten Franz Eberhofer lockte zwischen Donnerstag und Sonntag 159.500 Besucher. Das ist der bisher beste Start eines Eberhofer-Krimis. Der Vorgänger „Grießnockerlaffäre“ hatte im August 2017 zum Auftakt 127.000 Besucher.

          Der Actionthriller „Mission: Impossible - Fallout“ verteidigte mit 200.900 Zuschauern die Spitze der Charts. Insgesamt haben damit knapp 600.000 Zuschauer den Film von Regisseur Christopher McQuarrie mit Tom Cruise als Geheimagent Ethan Hunt gesehen.

          In seiner vierten Einspielwoche verbessert sich der Animationsfilm „Hotel Transsilvanien 3 - Ein Monster Urlaub“ mit 168.900 Wochenendbesuchern vom dritten auf den zweiten Platz und überspringt knapp die Gesamtbesucherzahl von 1,5 Millionen.

          Das Filmmusical „Mamma Mia! Here We Go Again“ rutscht mit 157.800 Zuschauern vom zweiten auf den vierten Platz ab. Für den von Regisseur Jon Turteltaub gedrehten Thriller „Meg“ über einen Riesenhai reichte es indes mit 154.200 Zuschauern am Startwochenende nur für den fünften Platz.

          In Nordamerika war „The Meg“ hingegen ein voller Erfolg. Mit Einnahmen von 44,5 Millionen Dollar (40 Mio Euro) habe die Warner-Bros.-Produktion die Konkurrenz regelrecht „verschlungen“, schrieb das Magazin „Variety“ zu den Kinozahlen vom Wochenende. Doch um das teure Budget in Höhe von 130 Millionen Dollar (114 Millionen Euro) zu rechtfertigen, muss der Hai-Thriller auch international gut abschneiden.

          Von Kritikern und Kinogängern bekam der Film eher schlechte Noten. Der „Rolling Stone“ nannte „The Meg“ „todlangweilig“, „Variety“ sprach trotz der starken Einnahmen vom Versuch, den Klassiker „Der weiße Hai“ auf Steroiden zu drehen. Der „Guardian“ bemängelte die vielen Klischees im Drehbuch, und die „New York Times“ schrieb, dass „The Meg“ anders als der Katastrophen-Fernsehfilm „Sharknado“ nicht wisse, „wie dumm er eigentlich ist“.

          Der sechste Film aus der „Mission: Impossible“-Reihe rutschte ab auf den zweiten Platz der nordamerikanischen Kinocharts: „Fallout“ spielte an seinem dritten Wochenende in den Vereinigten Staaten und Kanada 20 Millionen Dollar ein (17,5 Mio Euro). Insgesamt kommt der Spionage-Thriller um den Agenten Ethan Hunt (Tom Cruise) damit auf eine Einspielsumme von 162 Millionen Dollar (141 Mio Euro). Wie in vielen früheren Filmen übernahm der 56-jährige Cruise die meisten Stunts selbst.

          Regisseur Spike Lee gelang mit seinem neuen Film „BlacKkKlansman“ sein bester Kinostart in mehr als zehn Jahren. Das Drama spielte 10,8 Millionen Dollar (9,5 Mio Euro) ein. Der Film dreht sich um die wahre Geschichte eines schwarzen Polizisten, der verdeckt an Treffen des rassistischen Ku Klux Klan in Colorado teilnimmt. „BlacKkKlansman“ landete auf dem fünften Platz, davor plazierten sich im Ranking die Low-Budget-Produktion „Slender Man“ und Disneys Familienfilm „Christopher Robin“.

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