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Kinocharts : Ein Fisch bleibt im Flow

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Der vergessliche Fisch Dorie ist auf Elternsuche. Ob der Oktopus Hank helfen kann? Er weiß schließlich, wie man sich am besten versteckt. Bild: dpa

Die Zeichentrick-Fischdame Dorie schwimmt weiter auf der Höhe des Erfolgs und hält sich auf Platz eins der deutschen Kinocharts. In Amerika hält derweil der Halloween-Grusel Einzug in die Kinosäle.

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          Der Animationsfilm „Findet Dorie“ hält weiterhin die Spitze der deutschen Kinocharts und hat insgesamt die Marke von drei Millionen Zuschauern überschritten. Von Donnerstag bis Sonntag sahen weitere 295.000 Fans das Abenteuer der vergesslichen Zeichentrick-Fischdame, wie Media Control am Montag mitteilte. Mit 3,086 Millionen Besuchern steht der Disney-Film hinter „Zoomania“ und „Pets“ damit an dritter Stelle der zuschauerstärksten Filme des Jahres 2016 in Deutschland.

          Filmkritik „Findet Dorie“ : Ahnenforschung unter Wasser

          „Inferno“ mit Tom Hanks muss sich knapp geschlagen geben - 292.500 Zuschauer bedeuten wie in der Vorwoche Platz zwei für den Thriller nach dem Roman von Dan Brown.

          Neu auf der Drei steigt „Bridget Jones' Baby“ ein. 259.000 Zuschauer schauten sich an, wie es mehr als zehn Jahre nach „Schokolade zum Frühstück“ und „Am Rande des Wahnsinns“ weiterging mit der von Renée Zellweger gespielten Bridget und ihrem Mark (Colin Firth).

          Auf den vierten Platz schaffte es ein weiterer Neueinsteiger: Der Musik-Animationsfilm „Trolls“ lockte 224.000 Zuschauer in die Kinos. Tim Burtons Fantasymärchen „Die Insel der besonderen Kinder“ rutschte mit knapp 111.000 Zuschauern vom dritten auf den fünften Platz ab.

          Eine Woche vor Halloween geben gruselige Filme in den nordamerikanischen Kinocharts den Ton an. Der Neueinsteiger „Boo! A Madea Halloween“, eine Horror-Komödie von Regisseur Tyler Perry, erreichte am Wochenende mit einer Einspielsumme von 27,6 Millionen Dollar (25,4 Mio. Euro) den ersten Platz des wöchentlichen Rankings. Dem Branchendienst „Box Office Mojo“ zufolge schaffte es „Ouija - Ursprung des Bösen“, ein Horrorfilm um ein Brettspiel als Tor zur Geisterwelt, auf Platz drei. Dazwischen lag die „Jack Reacher“-Fortsetzung mit Tom Cruise.

          In „Boo! A Madea Halloween“, dem zweiten Film um die ältere Dame Madea, muss diese sich mit Killern, Poltergeistern, Gespenstern, Ghulen und Zombies herumschlagen, während sie auf eine Gruppe Teenager aufpasst. Anfangs war „Boo!“ ein fiktiver Film in der Komödie „Top Five“ von Comedian Chris Rock aus dem Jahr 2014, doch nun hat Regisseur Perry sie pünktlich zu Halloween auf die Leinwand gestellt.

          Der Neueinsteiger „Ouija - Ursprung des Bösen“ erzählt die Vorgeschichte zu einem Horrorstück, das Anfang 2015 in die Kinos kam: „Ouija - Spiel nicht mit dem Teufel“. Angesiedelt im Los Angeles des Jahres 1965 berichtet das Prequel nun von einer verwitweten Mutter und ihren Töchtern, die Menschen bei Geisterbeschwörungen zum Spaß gehörige Schrecken einjagen. Doch aus dem Spiel wird bitterer Ernst, als sie für ihre Seancen auch ein Ouija-Geisterbrett benutzen.

          Ebenfalls neu in den Vereinigten Staaten und Kanada stieg am Wochenende der Actionfilm „Jack Reacher: Kein Weg zurück“ mit Tom Cruise ein, der am 10. November in Deutschland startet. Mit einer Einspielsumme von 23 Millionen Dollar (21,1 Mio. Euro) landete er auf dem zweiten Platz. In dem Sequel spielt Cruise abermals den ehemaligen Militärpolizisten Reacher, diesmal auf der Jagd nach einem Killer in Washington.

          Der Actionfilm „Jack Reacher: Kein Weg zurück“ mit Tom Cruise startet am 10. November auch in Deutschland.
          Der Actionfilm „Jack Reacher: Kein Weg zurück“ mit Tom Cruise startet am 10. November auch in Deutschland. : Bild: AP

          Der in der Vorwoche erstplatzierte Thriller „The Accountant“ mit Oscar-Preisträger Ben Affleck („Argo“) in der Rolle eines kriminellen Buchhalters wurde auf den vierten Platz verdrängt. Der Thriller „Girl on the Train“ rutschte an seinem dritten Wochenende in den nordamerikanischen Kinocharts vom zweiten auf den fünften Platz. Die Bestsellerverfilmung mit Emily Blunt von Regisseur Tate Taylor kommt am Donnerstag in die deutschen Kinos.

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