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Kinocharts : Keiner mag Weihnachten

  • Aktualisiert am

Verflixt und zugenäht: der Grinch an der Nähmaschine Bild: dpa

Ohne Animationen geht es derzeit nicht in den Kinocharts: Niedliche und weniger niedliche Geschöpfe rangeln dort um die ersten Plätze.

          Der Weihnachtshasser „Der Grinch“ hat es an die Spitze der offiziellen deutschen Kinocharts geschafft. Der Animationsfilm, in dem Otto Waalkes dem grünen griesgrämigen Grinch seine Stimme leiht, lockte vom vergangenen Donnerstag bis zum Sonntag knapp 361.000 Besucher in die Kinos, wie Media Control am Montag mitteilte.

          Damit tauschte der Trickfilm mit „Phantastische Tierwesen 2: Grindelwalds Verbrechen“ die Plätze: Der Fantasy-Film steht nun auf dem zweiten Rang der Charts, in seiner vierten Einspielwoche verzeichnet das Werk mehr als 264.000 Zuschauer, die Gesamtzahl erreichte laut Media Control etwa 2,88 Millionen. Das Drehbuch zu dem Abenteuer schrieb „Harry Potter“-Autorin J. K. Rowling.

          Neu auf dem dritten Rang steigt die Komödie „100 Dinge“ mit gut 198.000 Besuchern ein. Der prominent besetzte Film erzählt von Toni und Paul, zwei vermeintlich lässigen Berlinern, die allmählich erkennen, dass sie sich zu Sklaven der Konsumwelt haben machen lassen. Matthias Schweighöfer (Produzent) und Florian David Fitz (Regie) sind in den Hauptrollen zu sehen.

          Einen Platz nach unten auf die vierte Position rutscht das biografische Filmdrama „Bohemian Rhapsody“ über Queen-Frontmann Freddie Mercury mit rund 116.000 Wochenendbesuchern in seiner sechsten Einspielwoche. Auf der Fünf steht „Tabaluga - Der Film“ neu in den Kinocharts mit mehr als 100.000 Zuschauern. Yvonne Catterfeld, Rufus Beck, Michael Bully Herbig, Heinz Hoenig leihen den Protagonisten des bunten Animationsabenteuers um den kleinen hellgrünen Drachen Tabaluga ihre Stimmen.

          Nordamerika erlebte unterdessen eines der umsatzschwächsten Wochenenden des Jahres. Dort führen zwei Familienfilme die Kinocharts an: „Chaos im Netz“ gelang es in der dritten Woche erneut, die Spitzenposition zu verteidigen. Der Disney-3D-Animationsfilm über den tapsigen Ralph, der das Internet zerstört, spielte laut vorläufigen Zahlen von Box Office Mojo rund 16,1 Millionen Dollar (14,1 Millionen Euro) ein. Der Film startet in Deutschland am 24. Januar. Auf dem zweiten Rang landete „Der Grinch“ über den grummeligen Weihnachtshasser, der aktuell auch hierzulande die Kinocharts anführt. Der Animationsfilm läuft in Nordamerika bereits in der fünften Woche und spielte noch einmal etwa 15,2 Millionen Dollar ein.

          Auf Platz drei liegt der Boxfilm „Creed II“ mit gut 10,3 Millionen Dollar. Die drei Spitzenplätze blieben damit im Vergleich zur Vorwoche gleich. Auf den Rängen folgen die Harry-Potter-Fortsetzung „Grindelwalds Verbrechen“ und der Queen-Film „Bohemian Rhapsody“.

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