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Kinocharts : Bikinis statt Mullbinden

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Klamauk am Strand: Die Schauspieler aus „Baywatch“ Bild: AP

„Die Mumie“ sollte ein riesiger Erfolg für Tom Cruise werden. Doch in Deutschland muss sich der Film einem Strandklamauk geschlagen geben – und in Amerika einer Superheldin.

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          „Baywatch“ hat die Piraten von der Spitze der offiziellen deutschen Kinocharts verdrängt. Die Badehosen-Komödie mit Dwayne Johnson und Zac Efron kam in der zweiten Einspielwoche auf 238.000 Besucher, wie Media Control am Montag mitteilte. Das Abenteuer „Pirates of the Carribean 5: Salazars Rache“ mit Johnny Depp und Javier Bardem musste sich mit 225.000 Besuchern begnügen.

          Auf Platz drei steigt das Horrorabenteuer „Die Mumie“ ein. Knapp 181.000 Zuschauer sahen nach vorläufigen Trendzahlen die Neuauflage des Horrorklassikers unter der Regie von Alex Kurtzman. Eine vor 5000 Jahren lebendig begrabene ägyptische Prinzessin sinnt auf Rache und geht dabei über Leichen.

          Weit abgeschlagen folgen „Guardians of the Galaxy 2“ mit 35.000 Besuchern und „Alien: Covenant“ von Regisseur Ridley Scott mit 29.000 Zuschauern auf den Plätzen vier und fünf.

          An den nordamerikanischen Kinokassen hat der Film um „Wonder Woman“ seinen Spitzenplatz verteidigt und Tom Cruises neuen Actionfilm „Die Mumie“ auf den zweiten Rang verwiesen. „Wonder Woman“ mit Gal Gadot in der Hauptrolle spielte in seiner zweiten Woche rund 57,2 Millionen Dollar (etwa 51 Mio Euro) ein, wie der „Hollywood Reporter“ am Sonntag berichtete. In der Woche zuvor war der Film mit Einnahmen von mehr als 100 Millionen Dollar gestartet - der stärkste nordamerikanische Kinostart für den Film einer Frau überhaupt.

          Wirkt auch an den Kassen Wunder: „Wonder Woman“ Gal Gadot

          „Wonder Woman“, der in dieser Woche auch in Deutschland anläuft, dreht sich um die Heldin Diana Prince von der Insel der Amazonen, wo Frauen regieren und es keine Männer gibt.

          Die neu eingestiegene „Mumie“ landete dagegen enttäuschend mit rund 32 Millionen Dollar nur auf dem zweiten Platz. Der Film, der in Deutschland bereits zu sehen ist, hatte eigentlich ein neuer Action-Erfolg für Hauptdarsteller Tom Cruise und der Beginn eines ganzen neuen Grusel-Franchise-Imperiums für das Filmstudio Universal werden sollen. Er bekam aber schlechte Kritiken und lockte deutlich weniger Zuschauer in die Kinos als erwartet.

          Auf dem dritten Rang konnte sich die animierte Komödie „Captain Underpants“ mit 12,3 Millionen Dollar platzieren, die im Oktober in Deutschland anläuft. Der Film dreht sich um zwei Schüler, die ihren Schulleiter hypnotisieren und ihn glauben lassen, er sei ein Superheld.

          Einen Platz nach unten ging es für den fünften Teil der „Fluch der Karibik“-Reihe, der in seiner dritten Woche 10,7 Millionen Dollar einspielte. Auf dem fünften Rang platzierte sich „Guardians of the Galaxy 2“ mit rund sechs Millionen Dollar.

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