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Kino-Filme : Hollywood ist männlich, weiß und hetero

  • Aktualisiert am

Hollywood-Star Tom Cruise bei der Vorstellung des fünften Teils der „Mission Impossible“-Reihe Bild: AP

Frauen tauchen in amerikanischen Filmen viel zu selten auf, kritisiert eine neue Studie. Schwule und Lesben gebe es so gut wie gar nicht.

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          Frauen und Minderheiten sind in Hollywood-Filmen deutlich unterrepräsentiert. Das zeigt eine Studie von Forschern der University of Southern California (USC), die für ihre Untersuchung die 700 kommerziell erfolgreichsten Filme aus den Jahren 2007 bis 2014 analysierten. Ihre Ergebnisse würden nach Angaben der Studienautoren „ein komplettes Bild von Hollywoods unbestreitbarer Einseitigkeit“ zeigen.

          Der Untersuchung zufolge waren von den 30.835 Charakteren, die in den Filmen vorkamen, lediglich 30,2 Prozent Frauen. Komparsen ohne Text wurden nicht berücksichtigt. Nur 11 Prozent der Filme verfügten über ein mehr oder weniger ausgeglichenes Geschlechterverhältnis.

          Latinos spielen in Hollywood kaum eine Rolle

          Auch in Bezug auf Minderheiten spiegeln Hollywood-Filme laut der Studie nicht die realen Verhältnisse wieder. So seien in den 100 erfolgreichsten Filmen des Jahres 2014 fast drei Viertel der Charaktere weiß. Nur knapp fünf Prozent waren Latinos, obwohl diese Gruppe 17 Prozent der amerikanischen Bevölkerung ausmacht. Fast ein Fünftel aller Filme habe keinen einzigen schwarzen Darsteller.

          Ähnlich verzerrt ist die Hollywood-Welt bei der Abbildung verschiedener sexueller Orientierungen. Von 4610 untersuchten Charakteren aus den Filmen von 2014 waren nur 19 lesbisch, schwul oder bisexuell. Die Studie kann im untersuchten Zeitraum auch keine wesentliche Veränderung feststellen. „Es ist klar, dass keine Fortschritte gemacht wurden, wenn es darum geht, die Realität zu repräsentieren“, kommentiert Studienautorin und USC-Professorin Stacy L. Smith.

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