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Iranisches Kino : Verbot für Kiarostamis „Copie Conforme“

  • -Aktualisiert am

Abbas Kiarostami und seine Hauptdarstellerin Juliette Binoche Bild: AFP

Liegt es allein an der unpassenden Kleidung? Iran verbietet Abbas Kiarostamis Film „Copie Conforme“. Hauptdarstellerin Juliette Binoche hatte zuletzt deutlich mit der iranischen Oppositionsbewegung sympathisiert. Ein anderer Kritiker des iranischen Regimes ist verschwunden.

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          Der Film „Copie Conforme“ des iranischen Regisseurs Abbas Kiarostami darf in seinem Heimatland nicht gezeigt werden. Das iranische Kulturministerium begründete die Entscheidung mit der „Art der Kleidung“ der Hauptdarstellerin Juliette Binoche. Die Französin ist erst in der vergangenen Woche auf dem Filmfestival in Cannes für ihre Hauptrolle in dem Film als beste Darstellerin ausgezeichnet worden. „Copie Conforme“ erzählt die quälende Geschichte eines Ehepaars fernab von Teheran - in der Toskana. Es ist Kiarostamis erster Film, der außerhalb von Iran spielt.

          Binoche und Kiarostami hatten sich während des Festivals zu offensiven Unterstützern der Oppositionsbewegung in Iran entwickelt. Wiederholt und medienwirksam setzten sie sich für den iranischen Regisseur Jafar Panahi ein, der zwei Monate im berüchtigten Evin-Gefängnis in Teheran saß und erst Anfang dieser Woche freigelassen wurde. Panahi wollte eigentlich nach Cannes reisen, um als Jury-Mitglied teilzunehmen. Er war wegen der angeblichen Planung eines regimekritischen Films verhaftet worden, nachdem er sich auch kritisch über die Wiederwahl Ahmadineschads geäußert hatte.

          Das Filmfestival hatte ihn trotz seiner Inhaftierung in die Jury berufen, die dann für ihn während des Festivals stets einen Stuhl freihielt. Noch am Sonntagabend hatten die Preisträger Juliette Binoche und Xavier Beauvois bei der Verleihung ein Schild mit seinem Namen hochgehalten.

          Ein weiteres Schicksal beschäftigt aktuell mit Blick auf Iran: Der Filmemacher, Maler und Philosoph Daryush Shokof ist auf dem Weg nach Paris verschwunden. Weder seine Frau, die Schauspielerin Taies Farzan, noch seine Freunde haben seit mehreren Tagen ein Lebenszeichen von ihm erhalten. Shokof hat immer wieder mit deutlichen Forderungen Aufmerksamkeit bekommen: In einem offenen Brief an die Berlinale kritisierte er die Einladung iranischer Filmemacher, die mit der Erlaubnis der Machthaber anreisen dürfen, den gleichen Vorwurf richtet er an Cannes.

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