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Sacheen Littlefeather : Die Botschafterin gegen das Unrecht

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Sacheen Littlefeather (1946 - 2022) , am 17. September 2022 in Los Angeles bei einer Veranstaltung der Academy zu ihren Ehren. Bild: AFP

Als sie bei den „Oscars“ 1973 für Marlon Brando auftrat, schrieb sie Filmgeschichte: Jetzt ist die indigene Aktivistin Sacheen Littlefeather gestorben. Erst kürzlich hatte die Academy sie um Entschuldigung ersucht.

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          Die US-Schauspielerin und indigene Aktivistin Sacheen Littlefeather, die mit ihrem Auftritt bei der Oscarverleihung 1973 in Vertretung von Marlon Brando Filmgeschichte schrieb, ist tot. Dies teilte die Oscar-Akademie am Sonntagabend (Ortszeit) mit. Die 75-Jährige sei am Sonntag (Ortszeit) in ihrem Haus im nordkalifornischen Bezirk Marin gestorben, berichteten mehrere US-Medien unter Berufung auf die Familie. Die Ursache sei Brustkrebs, zitierte die „Washington Post“ die Nichte Calina Lawrence.

          Bei der Verleihung im März 1973 hatte der Schauspieler Marlon Brando, der einen Oscar als bester Hauptdarsteller in „Der Pate“ erhalten sollte, die damals 26-Jährige auf die Bühne geschickt, um an seiner Stelle eine Botschaft vorzutragen und die Auszeichnung abzulehnen. Darin hieß es, Preise sollten in diesem Land nicht entgegengenommen werden, bis sich die Lebensbedingungen der Ureinwohner drastisch verbessert hätten. Unter Buh-Rufen verließ Littlefeather die Bühne. Danach erlebte sie immer wieder Anfeindungen.

          Im August dieses Jahres hatte sich die Oscar-Akademie nach fast 50 Jahren bei Littlefeather für die Reaktionen auf deren Auftritt entschuldigt. Sie habe „unbegründet und ungerechtfertigt“ Beschimpfungen ertragen müssen und für ihre Courage zu lange keine Anerkennung erhalten, hieß es in dem vom Academy-Präsidenten David Rubin unterzeichneten Brief.

          Als Marie Louise Cruz wurde sie in Kalifornien geboren. Als junge Frau änderte sie ihren Namen, als sie ihre indigene Wurzeln erkundete und zur Aktivistin wurde, wie der Sender NPR berichtete. Littlefeather arbeitete laut „Washington Post“ unter anderem als Model und bei einem Radiosender in San Francisco. Zudem trat sie in Werbespots auf. Brando lernte sie demnach durch ihren damaligen Nachbarn Francis Ford Coppola, dem Regisseur von „Der Pate“, kennen.

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