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Im Kino: „Adam Resurrected“ : Absurdes Theater

  • -Aktualisiert am

Paul Schrader hat „Adam Hundesohn“ den Roman des israelischen Autors Yoram Kaniuk, verfilmt. Jeff Goldblum gibt dem Schmerz ein Zentrum in einer bilderseligen Inszenierung.

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          Adam Stein (Jeff Goldblum) war einmal der größte Komiker Deutschlands. Das war vor dem Zweiten Weltkrieg, vor den Konzentrationslagern, vor den Jahren, die er auf allen Vieren bei dem Kommandanten Klein (Willem Dafoe) zubrachte. Der Mann hielt ihn als Hund, das schien ihm angebracht für einen Juden, dem er sich heimlich unterlegen fühlte. Das Trauma dieser Jahre lässt Adam Stein auch fünfzehn Jahre später noch nicht los, in einem Sanatorium in Israel für Überlebende, die daran irre zu werden drohen, dass sie davongekommen sind.

          „Ein Leben für ein Leben - Adam Resurrected" von Paul Schrader beruht auf dem Roman „Adam Hundesohn" von Yoram Kaniuk. Trauer- und Traumaarbeit wird hier zu einem absurden Theater, und Jeff Goldblum gibt dem Schmerz ein Zentrum in einer bilderseligen Inszenierung, die doch manchmal den Anschein erweckt, dass der verblüffende Effekt und das starke Bild wichtiger sind als das allem zugrunde liegende Motiv der kaum bewältigbaren Überlebensschuld.

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