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Hugo Egon Balder : Mit Gottvaters Hilfe

  • Aktualisiert am

Balder: Wird von Sat.1-Machern für den „Godfather des Unterhaltungsfernsehens” gehalten Bild: SAT.1

Sat.1 bindet Hugo Egon Balder exklusiv. Die Programmverantwortlichen sind überzeugt von den Fähigkeiten des Privatfernsehveteranen. Ab Herbst läuft eine neue Show mit vier bis fünf Comedians.

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          Sat.1 hat einen Exklusivvertrag mit Hugo Egon Balder abgeschlossen, der bis Ende 2005 läuft. In dieser Zeit sei er als Moderator, Comedian und Producer ausschließlich für den Sender tätig. Sat.1 habe zudem eine Option, den Vertrag um ein Jahr zu verlängern.

          "Hugo Egon Balder setzt seine Kreativität im Augenblick geradezu genial ein", sagte dazu der Unterhaltungschef von Sat.1, Matthias Alberti, im Gespräch mit dieser Zeitung. "Er paart seinen persönlichen Humor mit den Anforderungen des Mainstreams, und das dockt sehr gut an unser Programm an." Was Balders Moderation bei "Genial daneben" oder den "Hit Giganten" zeige. "Im Moment ist er der Godfather des Unterhaltungsfernsehens", sagte Alberti. Es sei einfach wunderbar, mit Balder zusammenzuarbeiten.

          „Umwerfend“

          Die nächste neue Show, die aus der Zusammenarbeit mit Gottvaters Hilfe hervorgeht, gibt es auch schon. Sie startet im Herbst, läuft wöchentlich, heißt "Schillerstraße" und knüpft gewissermaßen an das kreativ-komische Chaos von "Genial daneben" an: Vier bis fünf Comedians stehen auf der Bühne, die eine Wohnung darstellt, und haben eine gemeinsame thematische Vorgabe. Jedem einzelnen aber werden von einem Supervisor ganz bestimmte Aufgaben über einen Mikroknopf ins Ohr geflüstert, von denen die anderen nichts wissen.

          Die Zuschauer jedoch sind eingeweiht. "Die Komik, die sich daraus entwickelt", sagt der Sat.1-Unterhaltungschef Alberti, "ist umwerfend." Das sei, so heißt es bei Sat.1, Comedy pur, ohne Drehbuch, Netz und doppelten Boden.

          Erinnerungen an die „Springmäuse“

          Den Kennern des alten Bonner Spontankabaretts "Springmaus" dürfte die Idee wie die Fortsetzung der dort geübten Stegreifsketche vorkommen. Von den "Springmäusen" hat es unter anderem der inzwischen arrivierte Comedian Bernhard Hoëcker zu Sat.1 geschafft. "Ich bin felsenfest davon überzeugt", sagt Matthias Alberti, "daß wir mit der ,Schillerstraße' ein Format haben, das über dasselbe Potential verfügt wie ,Genial daneben'."

          Die halbstündige Show soll von Herbst an in vierzehn Folgen vorerst bis zum Jahresende im Hauptabendprogramm laufen, sie hat jede Woche einen "Gast-Star", wird produziert von der in Köln ansässigen Firma "Hurricane" von Marc Schubert, die bei Sat.1 bereits für "Genial daneben" zuständig ist. Wer mitspielt und wer moderiert, ist noch offen.

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