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Die Zukunft des Kinos : Je mehr Filme, desto weniger Kino

Kinosaal des Zoo Palastes Berlin Bild: Picture-Alliance

Produziert Netflix lieber fünf durchschnittliche Filme als einen herausragenden? Hollywood macht sich Sorgen um seine eigene Zukunft – und die zu Hause nebenbei konsumierten Filme spielen dabei eine Rolle.

          7 Min.

          Kurz bevor in den Vereinigten Staaten das große Sommerkinogeschäft richtig losgeht, das längst nicht mehr so groß ist, wie es einmal war, und das auch nicht mehr das wichtigste populärkulturelle Ritual darstellt, weil nicht nur die Gesellschaft immer weiter zersplittert, sondern weil sich auch die Orte und Geräte vervielfältigt haben, um Filme anzuschauen, kurz vorm Unabhängigkeitstag also hat die „New York Times“ eine Umfrage veranstaltet. Der Titel verrät einiges über die Befindlichkeit einer Branche: „How Will Movies (As We Know Them) Survive the Next 10 Years?“ Dass Filme, wie wir sie kennen, überleben werden, scheint gerade noch gesichert – in welchem Zustand allerdings, das ist die besorgte Frage, auf die insgesamt 24 wichtige und/oder prominente Akteure aus Hollywood antworten, von den Produzenten Amy Pascal („Spider-Man“) und Jeffrey Katzenberg über die Schauspielerin Jessica Chastain zu Regisseuren wie J.J. Abrams („Star Wars: Das Erwachen der Macht“) und Barry Jenkins („Moonlight“, „Beale Street“) oder Sony-Chef Tom Rothman.

          Peter Körte

          Redakteur im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

          Für das notorisch optimistische bis schönfärberische Hollywood ist die Tonlage erstaunlich gedämpft. Der Produzent Jason Blum spricht von der „größten Veränderung im Contentgeschäft in der Geschichte Hollywoods“. Und bei der Frage, ob andere Filme als die Superhelden-Sequel-Blockbuster eine Zukunft in den Kinos haben, klingen die Business-Experten fast schon wie europäische Bedenkenträger, die gleich nach Quoten, Schutzklauseln oder Subventionen rufen werden – aber auch nur fast.

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