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Grundkurs „Star Wars“ : Es war einmal, vor langer Zeit ...

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Bild: Lucasfilm Ltd., The Walt Disney Company, Felix Simon

Wovon handelt eigentlich die wohl bekannteste Weltraumoper aller Zeiten? In einem Video-Essay zeigen wir Leitmotive und filmische Besonderheiten – für Späteinsteiger und Kenner.

          2 Min.

          Star Wars„ gehört ohne Zweifel zu den bekanntesten Filmreihen aller Zeiten. Seit der erste Film „Eine Neue Hoffnung“ 1977 in die Kinos kam, hat sich die Science-Fiction-Saga des amerikanischen Regisseurs George Lucas einen festen Platz in der Popkultur gesichert und unzählige Filmemacher, Autoren und nicht zuletzt Fans beeinflusst und inspiriert. Nun beginnt der Hype von neuem. J.J. Abrams, der sich schon mit den Neuverfilmungen von „Star Trek“ erfolgreich in die unendlichen Weiten des Universums gewagt hatte, übernahm die Fackel, oder besser gesagt: das Lichtschwert, von George Lucas und drehte die lang erwartete Fortsetzung, Episode VII, die seit kurzem in den Kinos läuft.

          Doch wovon genau handelte die Weltraumoper bisher? Was ist die DNA der Star-Wars-Reihe?  Um „Star Wars“ auch für diejenigen verständlich zu machen, die Teil Eins bis Sechs (noch) nicht gesehen haben, lassen wir die Filme in einem Video-Essay, in dem wir vier Leitmotive präsentieren, selbst zu Wort kommen.

          Der klassische Vorspann darf selbstverständlich in keinem Star-Wars-Film fehlen. Ursprünglich als langes Banner vom Boden abgefilmt, wurde dieser in den neueren Episoden am Computer erzeugt. Das legendäre Thema von Komponist John Williams machte diesen Teil der Filme weltweit bekannt.

          Ein weiteres Leitmotiv besteht in dem Verhältnis von Meister und Schüler. Ob Obi-Wan Kenobi und Anakin Skywalker, Yoda und Luke, oder Darth Vader und der Sith-Lord Sidious: In allen Filmen unterweist ein Meister einen Schüler in den Eigenheiten der Macht – und das sowohl auf der guten als auch auf der bösen, dunklen Seite. Filmisch werden dabei ähnliche Mittel eingesetzt.

          Macht und Laserschwerter

          Die wichtigsten Motive bei „Star Wars“ sind aber wohl die viel beschworene „Macht und der Einsatz von Laserschwertern.

          Während erstere als Mischung aus Religion und übernatürlicher Kraft den Jedi und Sith besondere Fähigkeiten verleiht, sind letztere Waffen im Kampf für Frieden und Gerechtigkeit, können aber auch im Dienst  der Verbreitung von Unheil und Chaos stehen. Laserschwerter sind im Star-Wars-Universum zivilisiertere, höhere Waffen, die das Ritterliche der Jedi und das Kriegerische der Sith betonen. Feuerwaffen und Blaster sind dagegen die Kampfwerkzeuge von Droiden, Soldaten und den restlichen Bewohnern der Galaxis. „Plump und ungenau“, wie es Obi-Wan Kenobi ausdrücken würde.

          Slapstick contra Dramatik

          Fehlen noch die Droiden und Nebenfiguren. Sie dienen bei Lucas oft als Mittel zum Zweck, bringen Heiterkeit und Situationskomik in die galaktische Story. In Tradition des klassischen Comic Relief lockern sie die Handlung auf und nehmen der Dramatik die Schärfe. Vor allem in den neuen Episoden machte Lucas seine Filme so kindertauglich – sehr zum Ärger vieler Fans.

          Selbstverständlich genügen drei Minuten nicht, um rund 13 Stunden Film auf ihre Essenz einzudampfen. Dafür ist das Lucassche Universum schlicht zu groß und detailliert. Für Neueinsteiger gilt vor dem Besuch von „Star Wars: Episode VII – Das Erwachen der Macht“ daher das, was Meister Yoda gerne seinen Schülern mit auf den Weg gibt:  “Viel zu lernen du noch hast.”

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