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Filmfestspiele Venedig : Märchen „The Shape of Water“ gewinnt Goldenen Löwen

  • Aktualisiert am

Räumt bei den 74. Filmfestspielen in Venedig ab: der mexikanische Regisseur Guillermo del Toro Bild: dpa

Erstmals geht der Hauptpreis des Filmfestivals an einen Mexikaner: Guillermo del Toro gewinnt für sein fantasievolles Werk den Goldenen Löwen. Auch für eine deutsche Koproduktion gibt es einen Hauptpreis.

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          Das bildgewaltige Märchen „The Shape of Water“ des mexikanischen Regisseurs Guillermo del Toro hat den Goldenen Löwen der Filmfestspiele Venedig gewonnen. Das gab die Jury am Samstagabend bekannt. Es ist der erste Goldene Löwe für einen mexikanischen Regisseur. Der Film ist eine amerikanische Produktion.

          Im Mittelpunkt des fantasievollen Films steht die Liebe zwischen einer einfachen Putzfrau und einem im Wasser lebenden Fabelwesen. Der 52 Jahre alte del Toro („Pans Labyrinth“) kreiert so eine spektakuläre Welt. Die Hauptrollen spielen die Britin Sally Hawkins und der Amerikaner Doug Jones. In weiteren Rollen sind Michael Shannon und Richard Jenkins zu sehen.

          Kamel El Basha als bester Schauspieler geehrt

          Der zweitwichtigste Preis des Festivals, der Große Preis der Jury, ging an die deutsche Koproduktion „Foxtrot“. Das Drama des israelischen Regisseurs Samuel Maoz erzählt vom Tod eines jungen Soldaten und wie seine Familie damit umgeht.

          Als bester Schauspieler wurde Kamel El Basha für „The Insult“ geehrt. In dem Drama von Ziad Doueiri spielt er einen palästinensischen Bauarbeiter, dessen Streit mit einem Anwohner einer Baustelle in Beirut so eskaliert, dass die libanesische Stadt fast vor einem Bürgerkrieg steht.

          Die Britin Charlotte Rampling nahm die Auszeichnung als beste Schauspielerin entgegen. Die 71 Jahre alte Rampling spielt in dem Drama „Hannah“ des italienischen Regisseurs Andrea Pallaoro eine einsame Frau, die ihr Leben nach der Verhaftung ihres Mannes neu ordnen muss.

          Spezialpreis geht an Australier Warwick Thornton

          Gleich zwei Auszeichnungen gingen an den Franzosen Xavier Legrand. Der junge Regisseur wurde für sein bedrückendes Scheidungsdrama „Jusqu’à la garde“ mit dem Silbernen Löwen als Preis für die beste Regie geehrt. Zuvor hatte er bereits den Luigi-De-Laurentiis-Preis für einen Debütfilm bekommen.

          Der Ire Martin McDonagh gewann die Trophäe für das beste Drehbuch – bei der Tragikomödie „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“ hatte er auch Regie geführt. Der Spezialpreis der Jury wurde an „Sweet Country“ des Australiers Warwick Thornton vergeben, der von Gewalt weißer Siedler an Aborigines erzählt.

          Der junge Amerikaner Charlie Plummer wurde mit dem Marcello-Mastroianni-Preis für den besten Jungdarsteller geehrt. Der 18-Jährige spielt in dem Drama „Lean on Pete“ des Briten Andrew Haigh einen verzweifelten Heranwachsenden.

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