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Kinocharts : Vergesslicher Fisch ganz vorne

  • Aktualisiert am

Bild: AP

„Findet Dorie“ setzt sich vor „Bad Moms“ und „Die glorreichen Sieben“ an die Spitze der deutschen Kinocharts. In Amerika schafft es Tim Burton ganz nach oben. Und doch nicht weit genug.

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          Der vergessliche Zeichentrick-Fisch hat mit „Findet Dorie“ den besten Wochenendstart eines Films in diesem Jahr in Deutschland hingelegt. 875.948 Besucher sahen die Abenteuer der Paletten-Doktorfisch-Dame, wie Media Control an diesem Dienstag mitteilte. Vor 13 Jahren hatte Dorie in „Findet Nemo“ nur eine Nebenrolle, als sie den orange-weißen Clownfisch Marlin bei seiner Odyssee durch den Ozean auf der Suche nach dem kleinen Nemo begleitete. Nun ist sie selbst auf der Suche nach ihren Eltern.

          Die „Bad Moms“, Spitzenreiterinnen der Vorwoche, fallen mit 231.294 Besuchern auf den zweiten Platz zurück. Ebenfalls einen Platz verlieren „Die Glorreichen Sieben“ - 120.793 Zuschauer bedeuten Rang drei für die Neuverfilmung des Western-Klassikers mit Stars wie Denzel Washington und Ethan Hawke.

          Bis zur Höhe der Produktionskosten ist es noch weit

          Die romantische Komödie „SMS für Dich“, das Spielfilm-Regiedebüt von Karoline Herfurth, behauptet mit 101.945 Besuchern Rang vier. Neu auf der Fünf steigt die Actionkomödie „War Dogs“ von „Hangover“-Regisseur Todd Phillips mit 99.964 Wochenendbesuchern ein.

          Die amerikanischen Kinocharts hat an diesem Wochenende der Fantasyfilm „Die Insel der besonderen Kinder“ von Tim Burton („Edward mit den Scherenhänden“) angeführt. Die Buchverfilmung erzählt die Geschichte eines Kinderheims, deren Bewohner geheime Superkräfte haben. Sie spielte zum Start laut vorläufigen Zahlen des Branchenmagazins „Variety“ rund 28,5 Millionen Dollar (25,3 Millionen Euro) ein. Damit dürfte es der geschätzt 110 Millionen Dollar teure Film schwer haben, einen Profit zu erzielen.

          Erfolgreiche Flugzeuglandung im Fluss

          Auch der zweite große Neustart verlief eher enttäuschend: Der Thriller „Deepwater Horizon“ mit Mark Wahlberg erzählt die wahren Begebenheiten auf der Bohrinsel im Golf von Mexiko und kam auf 20,6 Millionen Dollar. Auch dieser Film wird in den Vereinigten Staaten alleine kaum seine 120 Millionen Dollar Produktionskosten einspielen. Er startet Ende November in Deutschland.

          Auf Platz 3 folgt „Die glorreichen Sieben“. Sie gab laut „Box Office Mojo“ in der zweiten Woche fast 55 Prozent nach und landete bei etwa 15,7 Millionen Dollar. Auf Rang vier und fünf lagen der Animationsfilm „Störche“ mit 13,8 Millionen Dollar und „Sully“ mit Tom Hanks und etwa 8,4 Millionen Dollar. Der Film über die Landung eines Flugzeuges auf dem Hudson River in New York ist damit der erfolgreichste Septemberstart gewesen.

          Warten auf Dan Brown

          Ärgern dürften sich dagegen die Macher von „Masterminds“. Nachdem sie den Start ihrer Gangsterkomödie ein halbes Dutzend Mal verschoben haben, landete er nur bei enttäuschenden 6,6 Millionen Dollar. Laut „Variety“ war der Verleih ursprünglich von rund 120 Millionen Dollar Gesamtergebnis ausgegangen.

          Auch Disneys „Queen of Katwe“ über eine junge Schachspielerin in Uganda lag mit 2,6 Millionen Dollar unter den Erwartungen. Statt in rund 50 lief er dieses Wochenende in 1250 Kinos, konnte aber sein Einspiel nicht wie erhofft steigern. Nun konzentrieren sich die Hoffnungen der Branche auf die Oktober-Neustarts: Erwartet wird, dass wenigstens der Thriller „The Girl on the Train“ und die Dan-Brown-Verfilmung „Inferno“ mehr als 100 Millionen Dollar einspielen.

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