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Filmfestival Saarbrücken : „Landrauschen“ gewinnt Max-Ophüls-Preis

  • Aktualisiert am

„Landrauschen“- Regisseurin Lisa Müller freut sich mit ihrem Team über drei Auszeichnungen beim 39. Max-Ophüls-Filmfestival. Bild: dpa

Beim Festival der Nachwuchsfilme in Saarbrücken wurden am Samstag Produktionen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgezeichnet. „Landrauschen“ gewann gleich drei Preise.

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          Der Max-Ophüls-Preis geht in diesem Jahr wieder an eine deutsche Produktion. Das Sozialdrama „Landrauschen“ wurde bei dem Nachwuchsfilmfestival in Saarbrücken gleich dreimal ausgezeichnet: mit dem mit 36.000 Euro dotierten Hauptpreis, dem Preis für das beste Drehbuch und die Ehrung der Ökumenischen Jury. „Landrauschen“ setzte sich gegen 15 Konkurrenten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz durch.

          Regisseurin Lisa Miller sagte bei der Verleihung, sie freue sich besonders über den Preis der Ökumene. Das sei ein Zeichen der Toleranz von Christen. „Landrauschen“ erzählt die Geschichte der jungen Frau Toni, die aus Berlin in ihr Heimatdorf zurückkehrt, und beschäftigt sich mit dem Umgang mit Homosexuellen in kirchlichen Einrichtungen.

          Mitlachen und mitleiden

          Besonders beeindruckt zeigte sich die Jury von der zu einem großen Teil aus Laien bestehenden Besetzung. „Die Freude der Macher beim Machen überträgt sich auf das Publikum und öffnet unsere Herzen. Ein Film, der uns mitlachen und mitleiden lässt“, hieß es in der Begründung.

          Wie im vergangenen Jahr wurde auch eine österreichische Produktion ausgezeichnet. Der Film „Cops“ über den Korpsgeist in der Polizei erhielt den Publikumspreis, die Ehrung für den gesellschaftlich relevanten Film sowie für den besten Schauspielnachwuchs in einer Nebenrolle. Den mit 5.500 Euro dotierten Regiepreis der saarländischen Ministerpräsidentin bekam „Blue My Mind“, ein deutsch-schweizerischer Film von Lisa Brühlmann über das Erwachsenwerden.

          Den Preis für die beste Hauptrolle erhielt Loane Balthasar für ihre schauspielerische Leistung in „Sarah spielt einen Werwolf“. Anna Suk wurde für ihre Rolle in „Cops“ als beste Nebendarstellerin geehrt.

          Insgesamt wurden am Samstagabend 15 Preise in Höhe von 113.500 Euro verliehen. Der undotierte Ehrenpreis ging an die Regisseurin und Schriftstellerin Doris Dörrie. In den Saarbrücker Kinos wurden bis zum Ende der Filmwoche am Sonntag 147 Produktionen gezeigt.

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