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Filmfestival Locarno : Goldener Leopard geht nach Mexiko

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Sieger mit „Parque Via”: der mexikanische Regisseur Enrique Rivero Bild: REUTERS

Mit der Ehrung des mexikanischen Films „Parque Vìa“ mit dem Goldenen Leoparden ist das Filmfestival in Locarno zu Ende gegangen. Das zum besten Film gekrönte sozialkritische Werk stammt vom 32-jährigen Regisseurs Enrique Rivero.

          Der Goldene Leopard des 61. Internationalen Filmfestivals Locarno geht nach Mexiko. Der Film „Parque Vía“ von Regisseur Enrique Rivero erhielt am Samstag den mit rund 56.000 Euro dotierten Hauptpreis. Damit zeichnete die internationale Jury, der auch der in Deutschland lebende Schweizer Regisseur Dani Levy („Alles auf Zucker!“) angehörte, einen der sozialkritischsten Spielfilme unter den 18 Beiträgen aus 24 Ländern aus.
          „Parque Vìa“ beschreibt anhand eines Einzelschicksals das Elend einer ganzen Bevölkerungsschicht, gestützt auf die Lebensgeschichte des Hauptdarstellers Nolberto Coria.

          Den Spezialpreis der Jury, dotiert mit knapp 19.000 Euro, erhielt die deutsch-polnische Koproduktion „33 Szenen aus dem Leben“, ein Psychodrama um eine Frau zwischen Kindheit und Erwachsensein mit der beeindruckenden Julia Jentsch („Sophie Scholl - Die letzten Tage“).

          Düstere Themen

          Den Preis für die beste Regie verlieh die Jury dem Kanadier Denis Côté für den Film „Elle veut le chaos“. Ferner gingen Ehrenpreise an die italienische Schauspielerin Ilaria Occhini als beste Darstellerin im Film „Mar Nero“ und an Tayanç Ayaydin als bester männlicher Darsteller in „The Market - A Tale of Trade“ von Ben Hopkins, eine Gemeinschaftsproduktion von Deutschland, Großbritannien, Türkei und Kasachstan.

          Preis für Beste Regie: der Kanadier Denis Côté mit „El veut le chaos”

          Besondere Erwähnung erhielten schließlich der chinesische Film „Liu Mang De Sheng Yan“ (“Feast of Villains“) und „Daytime Drinking“ des Südkoreaners Noh Young Seok. Im Wettbewerb Cinéastes du présent vergab die Jury einen mit 30.000 Franken dotierten Goldenen Leoparden an den Film „La Forteresse“ von Fernand Melgar, Lausanne. Er beschreibt in seinem Dokumentarfilm die Verfahren für Asylbewerber in Vallorbe. Der Leopard für das beste Erstlingswerk ging an „März“ des Österreichers Händl Klaus.

          Publikumserfolge für Deutschland

          In zwölf Sektionen zeigte das vom 6. bis 16. August veranstaltete Festival insgesamt rund 400 Filme aus aller Welt. Deutschland feierte große Publikumserfolge auf der Piazza Grande mit den außerhalb des Wettbewerbs gezeigten Filmen „Berlin Calling“ von Hannes Stöhr, einem spannenden Nachtreport aus der hauptstädtischen Musikszene, und „Nordwand“ von Philipp Stölzl, ein packendes Drama um das Bezwingen der Eigernordwand im Jahr 1936.

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