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FAZ Plus Artikel Filmfestspiele in Cannes : Rückzugsgefecht oder Gegenoffensive?

Elf Tage dauert das Filmfestival in Cannes. Morgen Abend geht es los. Bild: Reuters

Ohne Netflix, mit Cate Blanchett als Jurypräsidentin, ohne Selfies, aber mit Potential für Skandale: An diesem Dienstagabend beginnen die Filmfestspiele von Cannes.

          War es immer so kompliziert, bevor es überhaupt losging? Seit Wochen strömen Meldungen über das Filmfestival von Cannes durch die Medien, und weil noch niemand die Filme kennt, um die es in den elf Festivaltagen gehen wird, bezieht sich kaum eine darauf, dass uns eines der unberechenbarsten Programme der vergangenen Jahre bevorsteht. Es geht vielmehr um Netflix, Selfies, Frauen. Um einen Regisseur, der unter Hausarrest steht (Kirill Serebrennikov), einen anderen, der keinen Pass mehr hat (Jafar Panahi), eine Filmemacherin (Wanuri Kahiu), deren Film in ihrem Heimatland Kenia gerade verboten wurde, und um ein legendäres Werk, das möglicherweise gar nicht gezeigt werden darf. Um Lars von Trier, der nach siebenjährigem Bann nun für eine Vorstellung seines Serienmörderfilms außer Konkurrenz wieder an die Cote d’Azur reisen wird, und noch einmal um Harvey Weinstein, der 1997 während des Festivals die Schauspielerin Asia Argento vergewaltigt haben soll, weswegen es in diesem Jahr eine Hotline für Opfer sexueller Gewalt und Übergriffe geben wird. Und im Programm eine Dokumentation über Harvey Weinstein. Die erste.

          Verena Lueken

          Redakteurin im Feuilleton.

          Im vergangenen Jahr hatte die Teilnahme zweier Netflix-Produktionen im Wettbewerb große Aufregung verursacht, worauf das Festival reagierte, indem es eine alte Satzung entstaubte, der zu entnehmen ist, dass zum Wettbewerb nur solche Filme zugelassen werden, die für eine Kinoauswertung in Frankreich zur Verfügung stehen. Der Streamingdienst Netflix bringt seine Filme aber nicht ins Kino und ließ sich auch vom Festival nicht dazu überreden, eine Ausnahme zu machen. Denn die recht eigenwilligen französischen Regeln im Filmgeschäft schreiben auch vor, dass zwischen Kinostart und anderweitiger Auswertung drei Jahre liegen müssen – unzumutbar, befand Netflix und zog die beiden Filme, die das Festival gern gezeigt hätte, wieder zurück. Wobei die Regeln nur für den Wettbewerb gelten und daher für einen der zwei Filme gar nicht zur Anwendung gekommen wären, denn er war für die Reihe Cannes Classics vorgesehen: „The Other Side of the Wind“, der letzte, unvollendet gebliebene Film von Orson Welles, an dessen Fertigstellung Netflix entscheidend beteiligt war. Muskeln zeigen scheint die Parole auf beiden Seiten, wobei das Kino vermutlich nicht den Sieg davontragen wird. Bei den Klassikern läuft jetzt statt des letzten Films eines der größten Filmemacher des zwanzigsten Jahrhunderts eine Doku über Orson Welles – und eine über Ingmar Bergman (von Margarethe von Trotta), über Alice Guy-Blaché und über Jane Fonda.

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          Das Filmfestival am Mittelmeer zählt zu den wichtigsten der Branche.

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