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Fernsehwoche, 5. bis 11. November : Nicole Kidmans Hundeleben

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„Vier Freundinnen fürs Leben“ lautete der Arbeitstitel dieser Serie, einer der seltenen seriellen Eigenproduktionen von Pro Sieben, aber wo man nun einmal vier Frauen beisammen und eine Serie wie „Sex and the City“ schon im Programm hatte, gab man dem ganzen einen Titel, der an das Erfolgsformat erinnert. Gleichwohl betont Pro Sieben, beide Serien dürfe man keineswegs miteinander vergleichen - handele es sich bei den Heldinnen doch nicht um begüterte Fashion Victims, sondern um ganz normale Frauen. Thematisch liegt man dennoch nah beieinander: Es geht nicht immer nur, aber immer auch um Sex.

ARD, Drama, 20.15 Uhr: Die Konferenz

Niki Steins Film - nach dem Drehbuch von Bodo Kirchhoff - ist kein opulenter historischer Mehrteiler, sondern ein Kammerspiel auf beklemmend engem Raum, das durch eben diese Beschränkung der Mittel zu seiner Wucht und Intensität findet. „Die Konferenz“ handelt im Hier und Jetzt, an einem Ort, der uns allen vertraut ist: der Schule. Viel zu selten erlaubt sich das Fernsehen Filme, die von solch gesellschaftspolitischer Brisanz sind und dabei so unterhaltsam. Vordergründig geht es um eine Vergewaltigung, genauer: um den Vorwurf eines solchen Verbrechens. Victor Leysen, gerade achtzehn geworden, wird von seiner Mitschülerin Tizia beschuldigt, nach einer Theaterprobe handgreiflich geworden zu sein.

Was sich im Keller des Frankfurter Hölderlin-Gymnasiums zugetragen hat, darüber kann man nur spekulieren; Leysen dementiert, es steht Aussage gegen Aussage. Soweit die Vorgeschichte. Der Film beginnt, als sich an einem kalten Winterabend neun Lehrer in der verwahrlosten Schulbibliothek treffen, schon das eine politische Aussage, um über das Schicksal Leysens zu beraten. In dieser „Konferenz“ gibt es, auch das ein Wagnis, keine Hauptdarsteller. Zehn Schauspieler agieren im Ensemble und wachsen dabei über ihre fernsehschauspielerischen Möglichkeiten hinaus - von Senta Berger über Jan-Gregor Kremp bis zu Sophie von Kessel.

Donnerstag, 10. November

Vox, Reportage, 22.20 Uhr: Fremde Heimat - Deutsche im Ausland

Die Zahl derer, die Deutschland den Rücken kehren, steigt. Dabei sind die Motive dafür, Deutschland zu verlassen, so vielfältig wie die Menschen selbst. Eines aber ist immer häufiger zu hören: Es fehlt vor allem die berufliche Perspektive. „Spiegel TV“ stellt deutsche Auswanderer in der Fremde vor.

Freitag, 11. November

RTL2, Liebesdrama, 20.15 Uhr: Veer und Zaara - Die Legende einer Liebe

Der Luftraum zwischen Indien und Pakistan ist öd und leer, seit Veer Pratap Singh im Gefängnis sitzt. Er war der beste Pilot der indischen Luftwaffe. Wenn er einmal nicht im Cockpit eines Überschalljets saß, rettete er jungen Frauen vom Helikopter aus das Leben. Veer Pratap Singh war ein Held, doch nun ist er nicht nur an die Erde gekettet. Er überschritt eine Grenze, nicht mit dem Flugzeug, sondern mit dem Bus, nicht in militärischer Mission, sondern wegen einer viel größeren Sache: Er hatte sich verliebt. Er folgte einem Mädchen namens Zaara, das über alle Tugenden und die Schönheit einer indischen Prinzessin verfügt, nur leider über keine doppelte Staatsbürgerschaft. Zaara ist pakistanische Bürgerin, da hilft ihre ganze indische Verwandtschaft nichts. Der Regisseur Yash Chopra nimmt sich nicht nur die im indischen Musical üblichen drei Stunden Erzählzeit, sondern auch das Vierteljahrhundert erzählter Zeit, das zwei individuelle Schicksale in den Gleichschritt mit zwei vertrackten Nationalgeschichten setzen kann. Im letzten Drittel des Films gibt es ein Gerichtssaaldrama mit allen Finessen und eine Überraschung, deren Pathos noch den seiner wichtigsten „Top Gun“ verlustig gegangenen Luftraum zwischen Indien und Pakistan beschwingt.

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Filmkritik „1917“ : Wiedererweckung eines Genres

Mit dem Kriegsfilm „1917“ belebt Regisseur Sam Mendes ein Genre wieder, dem durch seine Erzählweise ein neuer Zugang zum Ersten Weltkrieg ermöglicht wird. F.A.Z.-Redakteur Andreas Kilb beschreibt, wie Mendes dieser Spagat gelingt.

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