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Fernsehwoche, 15. bis 21. April : Rätselhafte Herren und eiserne Damen

  • Aktualisiert am

Frodo (Elijah Wood) ist zurück - bei RTL Bild: RTL

Das Fernsehen gibt sich in dieser Woche historisch: Wir sind jetzt auch schon ein Jahr Papst. Und Queen Elizabeth feiert ihren Achtzigsten. Außerdem: Der zweite Teil der „Herr der Ringe“-Saga.

          3 Min.

          Das Fernsehen gibt sich in dieser Woche historisch: Wir sind jetzt auch schon ein Jahr Papst. Und Queen Elizabeth feiert ihren Achtzigsten. Außerdem: Der zweite Teil der „Herr der Ringe“-Saga.

          Samstag, 15. April

          Arte, Porträt, 21.35 Uhr: Benedikt XVI. - Der rätselhafte Papst

          Rätselhaft? Benedikt XVI.

          Es ist schon ein Kreuz mit diesem Joseph Ratzinger, der sein Amt nicht so öffentlichkeitswirksam versieht, wie es die vielen Vatikan-Journalisten gern hätten und wie sie es von seinem Vorgänger Johannes Paul II. gewohnt waren. Diesem vermeintlichen Mangel gehen der Chefredakteur der Katholischen Nachrichtenagentur, Ludwig Ring-Eifel, und der Dokumentarfilmer Thomas Schröder in ihrer Recherche nach. Eine Fleißarbeit. Vor schwarzem Hintergrund laufen meist zwei Bilder, Archiv plus Interview, dazu dicke Musikuntermalung. Es werden befragt: der Philosoph Peter Sloterdijk; sein französischer Kollege Alain Finkielkraut, die Kardinäle Jean-Marie Lustiger, Karl Lehmann; der Mann von Radio Vatikan, Pater Eberhard von Gemmingen, Bruder Georg Ratzinger, ein Rosenkranzverkäufer vom Petersplatz, die Landesbischöfin von Hannover, Margot Kässmann; Weltethos-Theologe Hans Küng und CDU-Politiker Norbert Lammert.

          Galt für Ratzinger als Präfekt der Glaubenskongregation, er schaffe sich, was immer er tue, mehr Feinde als Freunde - so scheint für ihn als Papst zu gelten, daß er Zweifler und Besserwisser anzieht. Dieses selbstbezügliche mediale Lamento geht aber offensichtlich an Amt und Person vorbei. Die berückendsten Bilder gelingen dem Film am Anfang und am Ende. Es sind einmal die Gesichter der Gläubigen auf dem Petersplatz, die auf den Ausgang des Konklaves warten; und es ist der Papst selbst, bei seiner ersten Fronleichnamsprozession in Rom.

          Sonntag, 16. April

          RTL, Fantasy, 20.15 Uhr: Der Herr der Ringe - Die zwei Türme

          Das Problem des Films „Der Herr der Ringe: Die zwei Türme“, des zweiten Teils der Kinotrilogie, liegt nun darin, daß er Tolkiens Landkarte nicht in den Griff bekommt. Zwar gibt sich Peter Jackson, der Regisseur, alle Mühe, die Orte, an denen seine Geschichte spielt, die Ebene von Rohan und die Berge von Emyn Muil, den Turm Isengard und das schwarze Tor Morannon, die Stadt Osgiliath und die Burg Helms Klamm, miteinander zu verbinden. Aber es gelingt nicht. In einer Fantasy-Topographie gibt es keine topographische Logik. Mit den Orten aber hängen auch die Geschichten in der Luft. Das Ereignis wird Episode, das epische Kettenglied zum Puzzle.

          Denn die Ring-Gefährten aus Teil eins haben sich getrennt. Frodo Beutlin sucht mit seinem Freund Sam weiter den Weg nach Mordor, während Aragorn, Legolas und Gimli durch das Ritterland Rohan irren, auf der Spur der Hobbits Merry und Pippin, die von einer Uruk-hai-Truppe des Zauberers Saruman entführt wurden. Am Wald von Fangorn werden die Entführer von Eomers Reitern abgefangen, und Merry und Pippin können mit Hilfe des Ents Baumbart entkommen. Aragorn und seine Begleiter werfen sich daraufhin in die Schlacht um Helms Klamm, das von einer Ork-Armee belagert wird. Derweil werden Frodo und Sam von dem Mischwesen Gollum zum Rand des Schattengebirges geleitet. In manchen Bildern bleibt der Computerzauber faul, aber ein Wesen wie Gollum, mit dem Körper einer humangenetisch aufgepeppten Eidechse und den großen Kulleraugen von E.T., wäre ohne ihn nicht entstanden. Es ist die Kreatur, die Kinderherzen bricht.

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