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Fernsehen : Regisseur Tom Toelle gestorben

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Harald Juhnke in „Der Trinker” (1995) Bild: picture-alliance / dpa

Der Regisseur Tom Toelle, der vor allem fürs Fernsehen arbeitete, ist im Alter von 74 Jahren in Berlin gestorben. Er inszenierte die visionäre Mediensatire „Das Millionenspiel“ und „Der Trinker“ mit Harald Juhnke.

          Der Film- und Fernsehregisseur Tom Toelle ist tot. Er starb bereits am Samstag im Alter von 74 Jahren in München, teilte seine Agentur am Dienstag unter Berufung auf Toelles Frau Ulli Philipp mit. Nähere Angaben über die Umstände wurden nicht gemacht.

          Tom Toelle führte Regie bei Fernsehfilmen wie „Deutschlandlied“, „Via Mala“ mit Mario Adorf und „König der letzten Tage“. Sein Film „Das Millionenspiel“ mit Dieter Thomas Heck war eine visionäre Mediensatire und nahm vieles, was in späteren Jahrzehnten als „Reality-TV“ verstörte, vorweg (siehe auch: „Millionenspiel“ um Leben und Tod). „Das Millionenspiel“ schrieb 1970 Fernsehgeschichte. Darin ging es um eine fiktive Fernsehshow, in der ein Kandidat, gespielt von Jörg Pleva, sich auf die Flucht vor Auftragskillern machen mußte. Als Lohn für sein Entkommen erwarteten ihn eine Million Mark. Neben Wolfgang Menge war Toelle an dem Stück auch als Co-Autor beteiligt. Ein weiterer bekannter Toelle-Film war „Der Trinker“, in dem Harald Juhnke eine seiner eindringlichsten Leistungen im Charakterfach bot.

          Toelle unterrichtete nach Agentur-Angaben noch im Februar an der Filmakademie in Ludwigsburg (Baden-Württemberg). Seiner letzter Fernsehfilm, „Wenn die Liebe verloren geht“, wurde 2002 im ZDF ausgestrahlt. Darin ging es um eine reifere Frau, gespielt von Ulli Philipp, die sich in einen jüngeren Mann verliebt und dabei ihren Beruf und die Familie aufs Spiel setzt. Aktuell hatte Toelle laut seiner Agentur zwar einige Projekte in Vorbereitung, befand sich aber nicht in einer Produktion.

          Tom Toelle im Jahr 1994

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