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Europäischer Filmpreis : „Ewige Jugend“ als bester Film ausgezeichnet

  • Aktualisiert am

Szene aus „La Giovinezza“ (Ewige Jugend) mit Hauptdarstellerin Madaline Genea. Bild: Filmverleih

Christoph Walz wurde für seinen Beitrag für das europäische Kino ausgezeichnet, Charlotte Rampling bekam den Preis für ihr Lebenswerk. Ein deutscher Favorit ging dagegen leer aus.

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          Die Tragikomödie „Ewige Jugend“ mit Michael Caine und Harvey Keitel ist der große Gewinner beim 28. Europäischen Filmpreis. Der Film des Italieners Paolo Sorrentino wurde am Samstagabend in Berlin von der Europäischen Filmakademie als bester europäischer Film ausgezeichnet. Hauptdarsteller Caine wurde außerdem als bester Schauspieler geehrt, Sorrentino als bester Regisseur. Der in der Königskategorie als bester Spielfilm ebenfalls nominierte deutsche Echtzeit-Thriller „Victoria“ von Sebastian Schipper ging leer aus.

          „François Ozon ist die Kirsche auf der Torte“

           Die britisch-französische Schauspielerin Charlotte Rampling ist für ihr Lebenswerk mit dem Europäischen Filmpreis geehrt worden. Die 69-Jährige erhielt die Auszeichnung am Samstagabend bei einer Gala in Berlin von Regisseur François Ozon, mit dem sie „Swimming Pool“ und „Unter dem Sand“ drehte. Rampling nahm die Ehrung mit Tränen in den Augen entgegen. „François Ozon ist die Kirsche auf der Torte. Ich wusste nicht, dass er kommt!“, sagte Rampling überrascht.

          Der britische Schauspieler Michael Caine (82) wurde mit dem Ehrenpreis der Europäischen Filmakademie geehrt. „Das
ist eine unglaubliche Ehre für mich“, sagte Caine, der den Preis aus den Händen von Akademie-Präsident Wim Wenders (links) entgegennahm. Bilderstrecke

          „Du bist die wichtigste Schauspielerin in meinem Leben“, sagte Ozon in seiner Laudatio. Die in England geborene und in Frankreich lebende Rampling ist für ihre Leistung in dem Ehedrama „45 Years“ auch in der Kategorie Beste Schauspielerin nominiert. Ramplings internationale Karriere begann Mitte der 60er Jahre.

          Oscar-Preisträger Christoph Waltz ist für seinen „Beitrag zum Weltkino“ mit dem Europäischen Filmpreis ausgezeichnet worden. Der 59-Jährige nahm die Auszeichnung am Samstagabend bei einer Gala in Berlin sichtlich überwältigt und mit leicht zitternder Stimme entgegen. Der gebürtige Wiener Waltz ist bekannt aus internationalen Produktionen wie „Inglourious Basterds“ und „Der Gott des Gemetzels“. Im neuesten „James Bond“-Film „Spectre“ spielt er den Bösewicht.

          Den Ehrenpreis erhielt der Brite Michael Caine (82). „Das ist eine unglaubliche Ehre für mich“, sagte Caine, der den Preis aus den Händen von Akademie-Präsident Wim Wenders entgegennahm. Bester Dokumentarfilm wurde „Amy“ von Asif Kapadia (Großbritannien) über die früh gestorbene Sängerin Amy Winehouse.

          Bereits zwei Preise heimsten die Macher des griechischen Science-Fiction-Films „The Lobster“ ein. Die Europäische Filmakademie zeichnete Yorgos Lanthimos und Efthimis Filippou für das beste Drehbuch aus. Auch der Preis für das beste Kostümbild ging an „The Lobster“. Das Drama mit dem Iren Colin Farrell in der Hauptrolle spielt in einer Zukunft, in der kein Mensch Single bleiben darf.

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