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Empfehlungen : Augen zu und durch!

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360 Filme und 400 Werke in zehn Tagen Bild: dpa/dpaweb

Wo laufen die besten Filme? Hat die Berlinale Glamour? Wo sind die Stars? Und was tun mit sperrigen Filmen? Was Sie über Deutschlands wichtigstes Filmfestival unbedingt wissen sollten.

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          Am Donnerstag beginnt die 54. Berlinale an der Spree: Wir sagen Ihnen, was Sie über Deutschlands wichtigstes Filmfestival unbedingt wissen sollten.

          Wer hatte bloß die Idee, im grauen Berliner Februar ein Festival abzuhalten?

          Auch wenn man über Tote ja nur Gutes sagen soll, es war der damalige Festivalchef Wolf Donner, der 1978 beschloß, vom Frühsommer in den Februar umzuziehen. Immerhin hat er die Gefriertrocknung noch im Selbstversuch erprobt. Wenn man sowieso die meiste Zeit im Kino verbringt, wird alles auch ein bißchen bunter, und nachts fällt auch das Berliner Grau nicht weiter auf.

          Gibt es denn wenigstens ein bißchen Glamour?

          Glamour und Berlin, das war schon immer eine heikle Beziehung, wenn nicht gar eine Mesalliance. Denn sosehr der Berliner übers Jahr die einheimische Semiprominenz anhimmelt - auf der Berlinale muß es schon ein DiCaprio sein, sonst nörgeln die Medien. In diesem Jahr wird es ganz schwierig, weil die Oscarverleihung erstmals schon Ende Februar stattfindet und die amerikanischen Stars lieber im warmen Kalifornien ihre Filme bewerben, als sich auf dem Roten Teppich am Potsdamer Platz zu erkälten. Immerhin wollen Jack Nicholson, Nick Nolte und Jude Law kommen, auch Juliette Binoche hat zugesagt. Nicole Kidman hat ohne weitere Begründung abgesagt, und bei Bud Spencer fragt man sich, ob der Begriff Glamour im Duden auch richtig definiert worden ist.

          Wie stehen die Chancen, einem weiblichen Filmstar zu begegnen?

          Sehr gut sind sie in den einschlägigen Luxus-Restaurants und -Bars der Stadt. Im "Borchardt" in der Französischen Straße konnte man zum Beispiel letztes Jahr Nicole Kidman oder Salma Hayek ihren Champagner trinken sehen. Die "Paris Bar" in der Kantstraße ist auch immer ein sicherer Tip, zumal man hier auch von außen einfach durch die großen Fenster hineinschauen kann - nur läuft man hier, im Westen der Stadt, immer Gefahr, auch jene Protagonisten der Berliner Gesellschaft zu sehen, auf die man getrost verzichten kann. Also Udo Walz.

          Und männliche Filmstars?

          Da sind die Chancen in Berlin in letzter Zeit ohnehin ständig gut. Matt Damon bewohnte gerade mehrere Wochen lang ein Apartment in Mitte (vielleicht tut er es noch?). Ben Affleck war da, und Kevin Spacey, der gerade hier dreht, wird auch immer wieder mal in Bars gesehen. Und weil gerade die männlichen Stars sich gerne im Nachtleben der Stadt umtun: Kate Moss hat ihrem guten Freund Jude Law vielleicht das "Cookies" in der Charlottenstraße empfohlen, wo sie selbst schon kräftig feierte (die Toiletten werden sich vielleicht erinnern); und in die Diskothek "90 Grad" verirren sich auch immer wieder mal Celebrities. Es ist zwar ein bißchen peinlich dort, aber vor allem alte berühmte Menschen fühlen sich dort recht wohl (Jack Nicholson!). Ansonsten liegt auch bei den Männern das "Borchardt" ganz oben. Letztes Jahr waren da: Steven Spielberg, George Clooney, Tom Hanks und Michael Douglas.

          Wo finden die besten Partys statt?

          Das ist insofern schwer zu sagen, als sich hinterher meist herausstellt, daß man keine Einladung hatte. Generell aber gilt: Ob der Film gut ist oder nicht, das hat nur wenig Einfluß auf die Qualität der anschließenden Party. Und je exotischer der Schauplatz, desto besser in der Regel die Party. Wer eine Woche lang in Ruhe und gratis essen möchte, ist mit Empfängen besser beraten. Theoretisch ist es ohne weiteres möglich, dreimal am Tag warm zu essen, ohne dafür zu bezahlen.

          Wo laufen die besten Filme?

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