https://www.faz.net/-gqz-9vcgc

Oscar-Nominierungen : Und jetzt lacht keiner mehr

  • Aktualisiert am

„Joker“ ist in elf Kategorien nominiert: Unter anderem für den besten Film, Joaquin Phoenix als bester Hautdarsteller und Todd Phillips für beste Regie Bild: Warner Bros

„Joker“ von Todd Philipps führt die Riege der Nominierten für die 92. Oscar-Verleihung an. Der Film könnte in elf Kategorien ausgezeichnet werden. Aber auch eine Schauspielerin kann sich mehrfach Hoffnung machen.

          2 Min.

          Mit elf Nominierungen geht der Film „Joker“ als großer Favorit in das diesjährige Oscar-Rennen. Der düstere Comic-Thriller von Regisseur Todd Phillips hat unter anderem Chancen auf Auszeichnungen in den Kategorien als bester Film, für Regie und Hauptdarsteller Joaquin Phoenix. „Joker“ gehört zu den insgesamt neun Anwärtern in der Top-Sparte „Bester Film“. Zehnfach nominiert wurden „The Irishman“, „1917“ und „Once Upon a Time in Hollywood“. Das gab die Oscar-Akademie an diesem Montag bekannt. Die 92. Filmpreis-Gala geht am 9. Februar in Hollywood über die Bühne.

          Neben „Joker“ gehen auch „The Irishman“ und „Little Women“ gehen ins Rennen um den Oscar als bester Film, außerdem „Le Mans 66 - Gegen jede Chance“, „Jojo Rabbit“, „Marriage Story“, „1917“, „Once Upon a Time in Hollywood“ und „Parasite“.

          Zudem haben die Regisseure Martin Scorsese („The Irishman“), Sam Mendes („1917“) und Quentin Tarantino („Once Upon a Time in Hollywood“) Chancen auf den Oscar für die beste Regie. Zu den fünf Nominierten in dieser Kategorie gehören auch Bong Joon Ho („Parasite“) und Todd Phillips („Joker“).

          Nominiert als bester Hauptdarsteller: Leonardo Di Caprio in „Once upon a Time in Hollywood“. Der Film von Quention Tarantino ist in zehn Kategorien nominiert, unter ihnen die beste Regie. Bilderstrecke

          Renée Zellweger und Leonardo DiCaprio gehören zu den Nominierten für die Oscars als beste Hauptdarsteller. Zellweger wurde für ihre Rolle der Schauspielerin Judy Garland in dem Film „Judy“ als beste Hauptdarstellerin nominiert, DiCaprio für seine Rolle in dem Film „Once Upon a Time in Hollywood“ als bester Hauptdarsteller.

          Zellweger hat in ihrer Kategorie Konkurrenz von Charlize Theron („Bombshell“), Cynthia Erivo („Harriet“), Scarlett Johansson („Marriage Story“) und Saoirse Ronan („Little Women“). DiCaprio tritt gegen Antonio Banderas („Leid und Herrlichkeit“), Adam Driver („Marriage Story“), Joaquin Phoenix („Joker“) und Jonathan Pryce („Die zwei Päpste“) an.

          Brad Pitt und Laura Dern können sich Hoffnung machen auf einen Oscar als beste Nebendarsteller. Pitt wurde für seine Rolle als Stuntman in Quentin Tarantinos „Once Upon a Time in Hollywood“ nominiert, Dern für ihren Auftritt als Scheidungsanwältin in „Marriage Story“.

          In der Männerriege konkurriert Pitt unter anderem mit Al Pacino und Joe Pesci aus „The Irishman“. Zu den fünf Anwärterinnen in der Frauenriege gehören auch Scarlett Johansson („Jojo Rabbit“) und Margot Robbie („Bombshell“).

          Die deutsche Ko-Produktion „The Cave“ (deutscher Titel „Die Höhle“) hat Chancen auf einen Oscar als beste Dokumentation. Das Werk des aus Syrien stammenden Regisseurs Feras Fayyad („Die letzten Männer von Aleppo“) ist unter den fünf Anwärtern für den Preis.

          In der syrisch-deutsch-dänischen Ko-Produktion begleitet der Regisseur ein engagiertes Team von Ärztinnen in Syrien, die in einem unterirdischen Krankenhaus unermüdlich Kriegsopfer behandeln und gegen systemischen Sexismus ankämpfen.

          Fayyads Doku „Die letzten Männer von Aleppo“ über ehrenamtliche Helfer der Hilfsorganisation Weißhelme in Syrien war 2018 für einen Oscar nominiert gewesen.

          Die Nominierungen in den wichtigsten Kategorien

          Bester Film

          „Le Mans 66 - Gegen jede Chance“
          „The Irishman“
          „Jojo Rabbit“
          „Joker“
          „Little Women“
          „Marriage Story“
          „1917“
          „Once Upon a Time in Hollywood“
          „Parasite“

          Beste Regie

          Martin Scorsese („The Irishman“)
          Todd Phillips („Joker“)
          Sam Mendes („1917“)
          Quentin Tarantino („Once Upon a Time in Hollywood“)
          Bong Joon Ho („Parasite“)

          Beste Hauptdarstellerin

          Cynthia Erivo („Harriet“)
          Scarlett Johansson („Marriage Story“)
          Saoirse Ronan („Little Women“)
          Charlize Theron („Bombshell“)
          Renée Zellweger („Judy“)

          Bester Hauptdarsteller

          Antonio Banderas („Leid und Herrlichkeit“)
          Leonardo DiCaprio („Once Upon a Time in Hollywood“)
          Adam Driver („Marriage Story“)
          Joaquin Phoenix („Joker“)
          Jonathan Pryce („Die zwei Päpste“)

          Beste Nebendarstellerin

          Kathy Bates („Richard Jewell“)
          Laura Dern („Marriage Story“)
          Scarlett Johansson („Jojo Rabbit“)
          Florence Pugh („Little Women“)
          Margot Robbie („Bombshell“)

          Bester Nebendarsteller

          Tom Hanks („Der wunderbare Mr. Rogers“)
          Anthony Hopkins („Die zwei Päpste“)
          Al Pacino („The Irishman“)
          Joe Pesci („The Irishman“)
          Brad Pitt („Once Upon a Time in Hollywood“)

          Bester internationaler Spielfilm

          „Corpus Christi“ (Polen)
          „Honeyland“ (Nordmazedonien)
          „Les Misérables“ (Frankreich)
          „Leid und Herrlichkeit“ (Spanien)
          „Parasite“ (Südkorea)

          Weitere Themen

          „Parasite“ im Siegestaumel

          Oscar-Verleihung 2020 : „Parasite“ im Siegestaumel

          Die Preise sind verliehen: Joaquin Phoenix und Renée Zellweger sind die besten Hauptdarsteller, Brad Pitt und Laura Dern bekommen ihre ersten Oscars als Nebendarsteller. „Parasite“ legt überraschend einen Siegeszug bis zum Hauptpreis hin.

          Topmeldungen

          Grüne in Hamburg : Zweiter Platz, erster Verlierer

          Die Grünen legen erheblich zu, verpassen aber schon wieder eine große Chance: in einem zweiten Bundesland eine Regierung anzuführen. Für Robert Habeck und Annalena Baerbock wird es damit nicht leichter, ihren Anspruch auf Platz eins bei der nächsten Bundestagswahl glaubwürdig zu machen.
          Tänzer proben für den hohen Besuch: Agra bereitet sich auf Donald Trump vor.

          Besuch in Indien : Ein Spektakel, wie es Trump und Modi lieben

          Wenn der amerikanische Präsident nach Indien reist, geht es mehr um Bilder fahnenschwenkender Anhänger als um konkrete Vereinbarungen. An die Stelle eines Handelsabkommens dürften die Rüstungsverträge treten.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.