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Kinocharts : Mini-Schurken auf dem Vormarsch

  • Aktualisiert am

Boo-Ya! Die „Minions“ erobern die Spitze der deutschen Kinocharts. Bild: dpa

Kleine gelbe Wesen vertreiben die Dinosaurier von der Spitze der Kinocharts. Während die „Minions“ in Deutschland als Neueinsteiger überzeugen, enttäuscht in Nordamerika der neue „Terminator“ am Startwochenende.

          Nach drei Wochen werden die Dinosaurier der „Jurassic World“ von kleinen, gelben Wesen von der Spitze der Kinocharts verdrängt. Mehr als 930.000 Zuschauer sahen sich die „Minions“ laut Media Control an diesem Wochenende an und katapultierten den 3D-Animationsfilm an Platz Eins.

          Die gelben kapselförmigen Mini-Wesen haben ihren eigenen Film bekommen, nachdem sie als Helfer des Schurken Gru in „Ich, einfach unverbesserlich“ die heimlichen Stars waren. In ihrem eigenen Abenteuer sind die Minions ständig auf der Suche nach einem Bösewicht als Meister, denn ohne Aufgabe werden die Helferlein depressiv. Doch leider ist ihr Verschleiß an Schurken ziemlich groß.

          Geister und ein Teddybär

          Dagegen hatte der Dino-Film „Jurassic World“ keine Chance. 175.000 Kinobesucher zwischen Donnerstag und Sonntag reichen immerhin noch für Platz zwei der Charts. Insgesamt liegt der Blockbuster von Regisseur Colin Trevorrow damit in Deutschland nun bei 3,1 Millionen Besuchern.

          Die Teddy-Komödie „Ted 2“ mit Mark Wahlberg verliert ebenfalls einen Platz und ist mit 129.000 Besuchern nun Dritter. Als zweiter Neueinsteiger neben den „Minions“ schafft es „Insidious: Chapter 3 – Jede Geschichte hat einen Anfang“ auf den vierten Rang. 57.000 Fans schauten sich den Geisterfilm an, in dem eine junge Frau Kontakt zu ihrer toten Mutter aufnehmen möchte und von einem Dämon heimgesucht wird. Im Juli hielt sich der Horrorstreifen bereits zwei Wochen lang in den nordamerikanischen Kinocharts.

          John Bennett (Mark Wahlberg, li) und Samantha Jackson (Amanda Seyfried, re.) unterwegs mit dem prolligen Teddybären Ted.

          Nach fünf Wochen in den deutschen Kinocharts belegt „Spy - Susan Cooper Undercover“ nun den letzten Platz. Mit 16.000 Zuschauern fällt die Spionage-Satire von Platz Drei auf Platz Fünf zurück.

          Neuer „Terminator“ enttäuscht

          In Nordamerika und Kanada bleibt die Erfolgsserie von „Jurassic World“ weiterhin ungebrochen. Allerdings verteidigt der Dinostreifen seine Spitzenposition nur knapp gegen den Animationsfilm „Alles steht Kopf“. Die beiden Werke lieferten sich von Freitag bis Sonntag an den Kinokassen ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Nach den Schätzungen von Box Office Mojo lag „Jurassic World“ mit 30,9 Millionen Dollar knapp vor „Alles steht Kopf“ mit 30,1 Millionen Dollar. Der vierte Film der „Jurassic Park“-Reihe führte bereits in den letzten drei Wochen die Kinocharts an und spielte schon über 550 Millionen Dollar ein. Der neue Pixar-Film „Alles steht Kopf“ wird ab Oktober in deutschen Kinos zu sehen sein.

          In „Alles steht Kopf“ haben Wut, Ekel, Freude, Angst und Traurigkeit das sagen.

          Im Gegensatz zu den „Minions“ enttäuschte in Nordamerika und Kanada die Action-Fortsetzung „Terminator: Genisys“ am Startwochenende. Mit Einnahmen von rund 28 Millionen Dollar (gut 25 Millionen Euro) und Platz Drei der Kinocharts blieb der Film hinter den Studioerwartungen zurück. Im fünften Teil seiner Kultreihe kämpft Schwarzenegger als gealterter Cyborg unter anderem gegen sein jüngeres digitales Ich. In Deutschland ist „Terminator: Genisys“ ab diesem Donnerstag auf der Leinwand zu sehen.

          In Amerika ist „Ted 2“ weniger erfolgreich

          Der Neueinsteiger „Magic Mike XXL“ konnte nicht an den Erfolg seines Vorgängerfilms anknüpfen. Auf dem vierten Rang der Charts spielte der Stripperfilm, in dem Mike mit seinen Kollegen einen letzten großen Auftritt plant, 11,6 Millionen Dollar ein. „Magic Mike“ war 2012 mit fast 40 Millionen Dollar an den Start gegangen. Die Produktionskosten von nur 15 Millionen Dollar dürften die Stripper um Frauenschwarm Channing Tatum dennoch schnell einspielen. Am 23. Juli läuft die Männerkomödie in den deutschen Kinos an.

          Mike (Channing Tatum, 2. v. re.) und seine Kollegen wollen noch einmal den ganz großen Auftritt hinlegen.

          Konnte „Ted 2“ sich in Deutschland noch im Mittelfeld behaupten bildet die Komödie in Nordamerika und Kanada das Schlusslicht der Kinocharts. Mit rund 11 Millionen Dollar belegt die „Ted“-Fortsetzung in seiner zweiten Spielwoche Platz Fünf.

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