https://www.faz.net/-gqz-9ote4

Kinocharts : Spinnenmann vor Pets und Puppen

  • Aktualisiert am

Wo immer er sich entlangschwingt, ist alte Bausubstanz in Gefahr: Szene aus „Spiderman: Far From Home“. Bild: Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH

Nur ein freundlicher Spiderman aus der Nachbarschaft: Ein Superheld auf Urlaubsreise hat sich vor einem Trickfilm-Terrier auf Urlaubsreise und einer Puppe als Heimsuchung an die Spitze der Kinocharts gesetzt.

          Der neue „Spider-Man“-Film ist in Deutschland furios gestartet. „Spider-Man: Far from Home“ mit Tom Holland in der Hauptrolle kam auf 432.452 Wochenendbesucher, wie Media Control berichtet. Das waren deutlich mehr als der Vorgängerfilm „Spider-Man: Homecoming“, der es im Juli 2017 am Startwochenende auf knapp 300.000 Besucher gebracht hatte.

          Hinter dem neuen Spitzenreiter der offiziellen Charts rutscht die Animationskomödie „Pets 2“ mit 317.529 Besuchern auf den zweiten Platz ab. Neu auf der Drei steht der Horrorfilm „Annabelle 3“ von Regisseur Gary Dauberman mit 124.023 Zuschauern. Der Disney-Film „Aladdin“ (68.522) fällt vom zweiten auf den vierten Platz zurück. Fünfter ist das amerikanische Teenagerdrama „Drei Schritte zu dir“ (65.827).

          In den nordamerikanischen Kinocharts muss der Trickfilm-Hit „Toy Story 4“ seinen Spitzenplatz räumen. Am Wochenende schnellte auch hier „Spider-Man: Far from Home“ bei seinem Debüt in den Vereinigten Staaten und Kanada an die Spitze. Die Comic-Verfilmung spielte von Freitag bis Sonntag geschätzte 93 Millionen Dollar (knapp 83 Millionen Euro) ein. Der Film war wegen des amerikanischen Feiertags am 4. Juli schon am Dienstag angelaufen. In den ersten sechs Tagen flossen auf Anhieb starke 185 Millionen Dollar in die Kasse.

          Preiswert auf Platz sechs

          „Toy Story 4“ verdiente nach vorläufigen Zahlen des Branchenportals „Box Office Mojo“ am Wochenende auf dem zweiten Platz gut 34 Millionen Dollar dazu. Die Fortsetzung aus dem Hause Pixar spielte damit in 17 Tagen Laufzeit schon mehr als 306 Millionen Dollar ein. Mitte August soll der Film in die deutschen Kinos kommen. Auf Platz drei landete Danny Boyles Romantikkomödie „Yesterday“. Der Film über einen Musiker, der sich nach einem weltweiten Stromausfall als einziger an die Beatles erinnern kann und so Karriere macht, verdiente an seinem zweiten Wochenende knapp 11 Millionen Dollar dazu.

          Den vierten Rang der nordamerikanischen Charts belegte „Annabelle 3“ mit knapp zehn Millionen Dollar am zweiten Wochenende. Der fünfte Platz ging an Disneys Realverfilmung von „Aladdin“ mit Will Smith. An seinem siebten Wochenende verdiente der Film gut sieben Millionen Dollar hinzu und lag damit bei über 320 Millionen Dollar Gesamteinspiel.

          Neben „Spider-Man: Far from Home“ gab es mit „Midsommar“ einen weiteren Neueinsteiger in den amerikanischen Kinos. Der Horror-Film von Regisseur Ari Aster dreht sich um eine Gruppe junger Amerikaner, die in Schweden Mittsommer feiern. Auf Rang sechs nahm der preiswert produzierte Film mit der britischen Nachwuchsschauspielerin Florence Pugh gute 6,5 Millionen Dollar ein. „Midsommar“ soll Ende September in die deutschen Kinos kommen.

          Weitere Themen

          Ehrt eure kleinen Männer!

          Athenische Demokratie : Ehrt eure kleinen Männer!

          Konzentration der Macht, Inflation der Würde: Eine Hamburger Tagung debattiert darüber, wie die athenische Demokratie sich mit der Oligarchie arrangierte – und dadurch Stabilität erkaufte.

          Topmeldungen

          Die Pläne der Senderführung beim HR sind ein Misstrauensvotum gegen die eigenen Mitarbeiter.

          Kurs des Hessischen Rundfunks : Weniger Kultur wagen?

          Beim Hessischen Rundfunk soll das Radio-Kulturprogramm hr2 nach dem Willen der Senderführung verschwinden. Die Argumentation für diesen Schritt ist typisch. Sie zeugt von Verachtung – für die Kultur, die Mitarbeiter und die Beitragszahler.

          Muttermilch-Spenden : Ein Milliliter Lebenskraft

          Fridolin und Jonathan sind viel zu früh geboren. Auf der Intensivstation kämpfen sich die Frühchen in diese Welt – auch dank gespendeter Muttermilch.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.