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Disney in der Krise : Aktienfilme und Actionkäufe

Jetzt auch verschoben: Kinostart von Disneys „Mulan“. Bild: AFP

Der Disney-Konzern ist das Symbol schlechthin für die globalisierte Kulturindustrie. Die Corona-Krise bedroht jetzt ernsthaft seine Existenz.

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          Plastiktassen mit den Prinzessinnen Elsa und Anna gibt es auch in Bangladesch. Wer Captain America ist, weiß man selbst auf Feuerland, und „Star Wars“ spielt zwar vor langer Zeit und in einer weit entfernten Galaxis, bedeckt aber als wiedererkennbare Marke so ziemlich die ganze bewohnte Erde. Ende Februar hat Bob Iger, der Mann, der diese drei Geldpumpen unterm Dach des Disney-Konzerns zusammengeschweißt hat, seinen Chefposten aufgegeben, will dem Haus aber als Impulsgeber weiter dienen. Sein erfolgreichstes Jahr, 2019, sollte den Konzern mit Profiten für den Endkampf zwischen Studiokapital und neuer Netzökonomie (Streaming, Big Data, Multiplattformverwertung) panzern.

          Dietmar Dath

          Redakteur im Feuilleton.

          Die Verschiebungen von Filmstarts im Zeichen der Corona-Krise, die auch die von Disney als Eisbrecher für den Fernostmarkt geplante Monsterproduktion „Mulan“ aus dem Eintrittskartenkassenrennen nehmen, hacken dem Unternehmen jetzt in die Beine. Börsenfachleute erwarten Kaufattacken durch jene Sorte Disney-Feind, die Iger abwehren wollte – Firmen aus dem digitalen Sektor, die genügend Vermögensmunition verballern können, etwa Apple unter Tim Cook. Der Kampfgeist für so ein Entermanöver fehlt Apple nicht; man kann dort austeilen und einstecken – in Frankreich müssen Cook und Konsorten gerade eine Milliardenstrafe für Absprachen mit Gerätevertriebsfirmen zum Zweck der Preismanipulation bezahlen.

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