https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kino/deutscher-filmpreis-lieber-thomas-gewinnt-neun-auszeichnungen-18127924.html

Deutscher Filmpreis : Drama „Lieber Thomas“ gewinnt Goldene Lola

  • Aktualisiert am

Goldene Lola für den „Lieben Thomas“: Produzent Till Derenbach freut sich über die Auszeichnung für das Drama in der Kategorie „Bester Spielfilm“. Bild: dpa

Gleich neun Auszeichnungen gewinnt der Film über das Leben des Schriftstellers Thomas Barsch. Während der Veranstaltung in Berlin erinnern Kulturstaatsministerin Claudia Roth und Wladimir Klitschko auch an den Ukrainekrieg.

          1 Min.

          Beim Deutschen Filmpreis hat das Drama „Lieber Thomas“ neun Auszeichnungen gewonnen, darunter die Goldene Lola für den besten Spielfilm. Regisseur Andreas Kleinert erzählt darin vom Leben des Schriftstellers Thomas Brasch (1945-2001). Der Film wurde unter anderem für Regie und Drehbuch ausgezeichnet, wie die Deutsche Filmakademie am Freitagabend in Berlin bekannt gab.

          Albrecht Schuch, der den Thomas spielt, wurde als bester Hauptdarsteller geehrt. Der 36-Jährige gewann damit nach „Systemsprenger“ und „Berlin Alexanderplatz“ seine dritte Lola. Schauspielerin Jella Haase wurde für ihre Leistung in „Lieber Thomas“ als beste Nebendarstellerin geehrt.

          Zwei Schauspielpreise wurden auch für Leistungen im Drama „Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush“ vergeben: Meltem Kaptan wurde als beste Hauptdarstellerin geehrt, Alexander Scheer für die beste männliche Nebenrolle. Der Film von Andreas Dresen gewann zudem eine Lola in Silber, die Auszeichnung in Bronze ging an „Große Freiheit“.

          Der Deutsche Filmpreis gilt als wichtigste nationale Auszeichnung in der Branche. Die Auszeichnungen sind mit insgesamt rund drei Millionen Euro für neue Projekte verbunden. Das Geld stammt aus dem Haus von Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne).

          Die rund 2100 Mitglieder der Deutschen Filmakademie stimmten über viele der Preisträgerinnen und Preisträger ab. Für den besten Spielfilm waren insgesamt sechs Produktionen nominiert – neben „Lieber Thomas“, „Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush“ und „Große Freiheit“ waren die Komödie „Contra“, der Episodenfilm „Wunderschön“ und das Drama „Spencer“ vorgeschlagen.

          Der Kameramann Jürgen Jürges erhielt einen Ehrenpreis für herausragende Verdienste um den deutschen Film. Er hat mit Regisseuren wie Rainer Werner Fassbinder („Angst essen Seele auf“), Michael Haneke („Funny Games“) und Uli Edel („Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“) zusammengearbeitet.

          Der Kinderfilm „Die Schule der magischen Tiere“ wurde als besucherstärkster Film ausgezeichnet. Bester Dokumentarfilm wurde „The Other Side of the River“, bester Kinderfilm „Der Pfad“. Der Bernd-Eichinger-Preis ging an Maren Ade, Janine Jackowski und Jonas Dornbach von der Berliner Produktionsfirma Komplizen Film.

          Rund 1700 Menschen waren zur Preisverleihung am Berliner Messegelände eingeladen. Während des Abends wurde mehrfach an den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine erinnert. Wladimir Klitschko schickte eine Videobotschaft. Auch Kulturstaatsministerin Roth erinnerte an den Krieg. Moderiert wurde der Abend von Katrin Bauerfeind.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Mehr Wasser, weniger Ertrag: Im Rhinluch in Brandenburg werden neue Ideen für die Bewirtschaftung nasser Moorböden erprobt.

          Klimaschutz : Es werde Moor

          Die deutschen Moore könnten riesige Mengen Treibhausgase speichern – wenn man sie wieder unter Wasser setzt. Dann können dort aber keine Kühe mehr weiden. Wovon sollen die Bauern künftig leben?
          Schwaches Bild von sich selbst: Wer unter dem Impostor-Syndrom leidet, traut seiner eigenen Berufsbiographie nicht über den Weg.

          Impostor-Syndrom : Wenn man sich niemals gut genug fühlt

          Ein geringes Selbstwertgefühl kann im Beruf dazu führen, dass Hochqualifizierte denken, ihre Stellung gar nicht verdient zu haben. Das Phänomen hat einen Namen: Impostor-Syndrom. Doch was können Betroffene dagegen unternehmen?

          Verspätungen der Bahn : Warum kommt die Bahn so oft zu spät?

          Die Deutsche Bahn hat große Ambitionen. Doch derzeit ist die Lage so desaströs wie selten zuvor. Das liegt an politischen Fehlern und einem hochkomplexen System. Wenn nicht jedes Rädchen ins andere greift, spüren es Kunden sofort. Eine Reise zu denen, die diese Rädchen bedienen.
          Die Vertragsverhandlungen am 3. Juli 1947 in Neu Delhi. Am Tisch von links: Nehru, Mountbatten, Jinnah

          Indien und Pakistan : Blutiger Anfang

          Eine Gewalt- und Flüchtlingswelle hat vor 75 Jahren die Unabhängigkeit von Indien und Pakistan überschattet – die Nachwehen beschäftigen die Länder bis heute.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.