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Film „Amazing Grace“ : Die Königin des Soul kehrt auf die Leinwand zurück

Vor dem Soul, deren Königin sie war, gab es schon den Gospel. Zu ihm kehrte Aretha Franklin 1972 in einer Kirche von Los Angeles denkwürdig zurück. Bild: Picture-Alliance

Vor 46 Jahren nahm Aretha Franklin in einer Kirche ein Album auf. Sydney Pollacks Verfilmung misslang. Nun wurde „Amazing Grace“ restauriert: Es ist ein Hit.

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          Ein Ton wie eine sacht ansteigende Rampe in den Himmel. Gehalten, als gäbe es Luft bis in die Unendlichkeit, bis Gott und alle Geister sich zusammengefunden haben, um die Ewigkeit zu feiern, die gerade anbricht, ein Ton, der ohne Ausnahme alle mitnimmt ins Paradies, wo der Schmerz endet, aber nicht die Liebe. So ungefähr klingen die ersten Töne, wenn Aretha Franklin „Wholy Holy“ singt. Ihr erstes Lied an einem erstaunlichen Abend.

          Verena Lueken

          Redakteurin im Feuilleton.

          Natürlich ist von „Amazing Grace“ die Rede. Aber nicht von dem erfolgreichsten Gospelalbum aller Zeiten, sondern von dem Film, den Sydney Pollack 1972 drehte, während es aufgenommen wurde, live in der New Temple Missionary Baptist Church in Los Angeles, vor Zuhörern, mit dem Southern California Community Choir und dem Gospelstar Reverend James Cleveland als Mitmusiker und Priester, Zeremonienmeister und Entertainer. Ein sicherer Kinohit, sollte man meinen, damals. Aber der Film, von Warner Brothers im Zuge einer frühen Idee von Synergie in Auftrag gegeben, wurde wegen massiver technischer Mängel erst nicht fertig und später, als es doch irgendwie gelang, sie zu beheben, von Aretha Franklin immer wieder blockiert.

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