https://www.faz.net/-gqz-usud

Cannes : Fatih Akin gegen Tarantino und Kusturica

  • Aktualisiert am

Für Deutschland am Start: Fatih Akin Bild: dpa

Mit Faith Akins „Auf der anderen Seite“ steht ein deutscher Film im Wettbewerb des Festivals von Cannes. Die Konkurrenz ist hochkarätig: Unter anderem sind Tarantino, Kusturica, Wong Kar-Wei und die Coen-Brüder am Start. In der Jury sitzt Literaturnobelpreisträger Orhan Pamuk.

          Mit einer Verjüngungskur wartet das 60. Internationale Filmfestival in Cannes in diesem Jahr auf. Von den 21 Regisseuren, die vom 16. bis 27. Mai mit ihren neuen Filmen in den Wettbewerb um die Goldene Palme gehen, waren 13 noch nie im Rennen um den Hauptpreis von Cannes. Das teilten die Organisatoren am Donnerstag in Paris mit.

          Der Hongkong-Chinese Wong Kar-wai („In The Mood For Love“) eröffnet mit seinem jüngsten Werk „My Blueberry Nights“ mit Jude Law und der Jazzsängerin Norah Jones das Filmfestival und den renommierten Wettbewerb, in dem auch der deutsche Regisseur Fatih Akin mit dem Drama „Auf der anderen Seite“ antritt. Gleich mehrere Regisseure im Wettbewerb haben bereits früher die Goldene Palme erhalten: Der Serbe Emir Kusturica („Underworld“) ist dieses Jahr mit „Promise Me This“ dabei, die amerikanischen Brüder Joel und Ethan Coen („Barton Fink“) wurden mit „No Country For Old Men“ eingeladen, Quentin Tarantino („Pulp Fiction“) zeigt seinen Action-Film „Death Proof“ und Gus Van Sant („Elephant“) präsentiert „Paranoid Park“. Drei Franzosen sind im Rennen. Der britische Starregisseur Stephen Frears leitet die Jury. Zur Jury gehört der am Donnerstag bekanntgegebenen Liste zufolge auch der türkische Literatur-Nobelpreisträger von 2006, Orhan Pamuk.

          Die Wettbewerbsbeiträge von Cannes:

          „Auf der anderen Seite“ von Fatih Akin (Deutschland)

          „Une Vieille Maitresse“ von Catherine Breillat (Frankreich)

          „No Country for Old Men“ von Joel und Ethan Coen (Vereinigte Staaten)

          „Zodiac“ von David Fincher (Vereinigte Staaten)

          „We Own the Night“ von James Gray (Vereinigte Staaten)

          „Les Chansons d'Amour“ von Christophe Honore (Frankreich)

          „Mogari No Mori“ von Naomi Kawase (Japan)

          „Breath“ von Kim Ki-duk (Südkorea)

          „Promise Me This“ von Emir Kusturica (Serbien)

          „Secret Sunshine“ von Lee Chang-dong (Südkorea)

          „4 Luni, 3 Saptamini Si 2 Zile“ von Cristian Mungiu (Rumänien)

          „Tehilim“ von Raphael Nadjari (Frankreich)

          „Silent Light“ von Carlos Reygadas (Mexiko)

          „Persepolis“ von Marjane Satrapi und Vincent Paronnaud (Iran/Frankreich)

          „Le Scaphandre et le Papillon“ von Julian Schnabel (Frankreich)

          „Import Export“ von Ulrich Seidl (Österreich)

          „Alexandra“ von Alexandr Sokurow (Russland)

          „The Banishment“ von Andrei Swyagintsew (Russland)

          „Death Proof“ von Quentin Tarantino (Vereinigte Staaten)

          „The Man From London“ von Béla Tarr (Ungarn)

          „Paranoid Park“ von Gus Van Sant (Vereinigte Staaten)

          „My Blueberry Nights“ von Wong Kar-wai (Hongkong)

          Über die Preisträger entscheidet die Haupt-Jury unter Vorsitz des britischen Regisseurs Stephen Frears. Wie am Donnerstag bekanntgegeben wurde, gehört dem Gremium auch der Literatur-Nobelpreisträger Orhan Pamuk aus der Türkei an. Die übrigen Juroren sind die Schauspielerinnen Maria de Medeiros aus Portugal, Maggie Cheung aus Hongkong, Toni Colette aus Australien und Sarah Polley aus Kanada, der italienische Regisseur Marco Bellocchio, sein mauretanischer Kollege Abdrahmane Sissako und der französische Schauspieler Michel Piccoli. Außer Konkurrenz zeigen zwei Palme-Preisträger aus den Vereinigten Staaten ihre neuesten Werke: Steven Soderbergh kommt mit der Krimi-Parodie „Ocean's Thirteen“, Michael Moore mit „Sicko“. Der Brite Michael Winterbottom präsentiert ebenfalls außer Konkurrenz „A Mighty Heart“.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Klimastreik in Berlin : Rackete for Future

          Beim großen Klimastreik in Berlin überlassen die Aktivisten von „Fridays for Future“ anderen die Bühne. Es sollte der Auftakt sein für ein breites gesellschaftliches Bündnis. Doch noch prallen Welten aufeinander.
          Ihnen reicht der Kompromiss nicht: Wie in Berlin demonstrierten Hunderttausende

          Kompromiss und Proteste : Was in der langen Nacht geschah

          Erst war das Klimaschutzgesetz fast am Ende, dann kam der Protest – und dann stritt das Kabinett eine Nacht lang. Jetzt sonnt sich die Politik im Glanz der Einigung. Währenddessen dröhnt der Protest Hunderttausender.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.