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Schauspieler Ian Holm : Bilbo-Darsteller aus „Herr der Ringe“ ist tot

  • Aktualisiert am

Der Schauspieler Ian Holm im vergangenen Jahr in London Bild: Reuters

Er wurde zum Ritter geschlagen, war für den Oscar nominiert. Bekannt ist Ian Holm aber vor allem für seine Rolle als Bilbo Beutlin in der „Herr der Ringe“-Trilogie. Nun ist er im Alter von 88 Jahren gestorben.

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          Der britische Schauspieler Ian Holm, bekannt aus zahlreichen Filmen seit 1968 und in diesem Jahrhundert vor allem aus den Trilogien „Herr der Ringe“ und „Hobbit“, ist tot. Er wurde 88 Jahre alt und starb nach Angaben seines Agenten Alex Irwin am Freitagmorgen umgeben von seiner Familie friedlich in einem Londoner Krankenhaus.

          Holm war auf der Bühne und der Leinwand über Jahrzehnte erfolgreich. Sein Durchbruch kam 1967 mit einem Tony-Award für seine Darstellung von Lenny in Harold Pinters Stück „The Homecoming“. Er war eine angesehene Persönlichkeit im Theaterensemble Royal Shakespeare Company, 1998 gewann er einen Laurence Olivier Award als bester Schauspieler für die Hauptrolle in dem Film „König Lear“.

          Holm, der auch aus seiner Rolle als der Android Ash in dem Science-Fiction-Thriller „Alien“ bekannt war, litt dem „Guardian“ zufolge an einer Parkinson-Erkrankung. 1931 in der Grafschaft Essex geboren wurde, kam er eigentlich vom Theater. Erst relativ spät in seiner Karriere fand er den Weg zum Film. Vor seiner Rolle als Bilbo Baggins in „Herr der Ringe“ und „Hobbit“ hatte er auch schon einmal dessen Neffen Frodo in einer Radiofassung des Tolkien-Epos gesprochen. Im Jahr 1982 war er sogar für einen Oscar nominiert für seine Rolle des Leichtathletik-Trainers Sam Mussabini in dem Historiendrama „Chariots of Fire“ (Die Stunde des Siegers). Die Musik zu dem Film über die Olympischen Spiele 1924 des griechischen Komponisten Vangelis wird auch heute noch weltweit bei vielen Sportereignissen gespielt. Großen Erfolg hatte auch der Science-Fiction-Film „Das fünfte Element“, in dem Ian Holm den Priester Vito Cornelius gab.

          1998 wurde er für seine künstlerischen Verdienste zum Ritter geschlagen. „Sein funkelnder Witz war immer von einem schelmischen Augenzwinkern begleitet“, sagte Irwin. „Charmant, freundlich und unglaublich talentiert, werden wir ihn riesig vermissen.“

          Holm war vier Mal verheiratet und ist Vater von fünf Kindern. In seiner Autobiografie, die 2004 erschien, gab er zudem Einblicke in seine außerehelichen Affären, was ihm laut „Guardian“ den späten Ruf eines Schürzenjägers einbrachte. Seine vierte Ehefrau Sophie de Stempel porträtierte ihn in seinen letzten Tagen immer wieder und postete ihre Zeichnungen auf Instagram.

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