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Berlinale-Auszeichnungen : Silberner Bär für Maren Eggert

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Mit einem Silbernen Bären ausgezeichnet: Maren Eggert mit Dan Stevens in einer Szene aus Maria Schraders Film „Ich bin dein Mensch“ Bild: Christine Fenzl

Im Film verliebt sie sich in einen Roboter: Maren Eggert wird bei der Berlinale für ihre Schauspielleistung mit einem Silbernen Bären ausgezeichnet. Der Goldene Bär für den besten Film geht an „Bad Luck Banging or Loony Porn“.

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          Die experimentelle Satire „Bad Luck Banging or Loony Porn“ des rumänischen Regisseurs Radu Jude hat den Goldenen Bären der Berlinale gewonnen. Der Film erzählt von einer Lehrerin, die wegen eines privaten Sexvideos in Schwierigkeiten gerät. Die Jury zeichnete an diesem Freitag auch Maren Eggert aus – sie bekommt den wichtigsten Schauspielpreis des Festivals.

          Die 47 Jahre alte die deutsche Schauspielerin spielt in der Tragikomödie „Ich bin dein Mensch“ eine Wissenschaftlerin, die sich in einen humanoiden Roboter verliebt. Sie bekommt den Silbernen Bären für die beste schauspielerische Leistung in einer Hauptrolle, wie die Filmfestspiele in Berlin bekanntgaben.

          Die Berlinale zählt neben Cannes und Venedig zu den wichtigsten Filmfestivals der Welt. Wegen der Pandemie fanden die Filmfestspiele vorerst online statt – im Juni soll es ein öffentliches Festival geben. Dann ist auch die Preisverleihung geplant.

          Erstmals werden die Schauspielpreise nicht mehr getrennt nach Geschlecht vergeben, sondern für Haupt- und Nebenrolle. Der Silberne Bär für die beste Leistung in einer Nebenrolle geht an Lilla Kizlinger. Sie spielt im Episodenfilm „Forest – I See You Everywhere“ des ungarischen Regisseurs Bence Fliegauf mit.

          Szene aus „Bad Luck Banging or Loony Porn“ von Radu Jude
          Szene aus „Bad Luck Banging or Loony Porn“ von Radu Jude : Bild: Silviu Ghetie / Micro Film

          In diesem Jahr konkurrierten fünfzehn Beiträge im Wettbewerb. Der Silberne Bär „Preis der Jury“ geht an die Dokumentation „Herr Bachmann und seine Klasse“. Regisseurin Maria Speth hat dafür über längere Zeit eine Schulklasse im hessischen Stadtallendorf begleitet.

          Der Große Preis der Jury geht an den Episodenfilm „Wheel of Fortune and Fantasy“ des Japaners Ryusuke Hamaguchi. Der ungarische Filmemacher Dénes Nagy wird für die Regie beim Anti-Kriegs-Film „Natural Light“ ausgezeichnet, der Südkoreaner Hong Sangsoo für das Drehbuch seines Schwarz-Weiß-Films „Introduction“. Der Silberne Bär für eine herausragende künstlerische Leistung geht an Yibrán Asuad für die Montage im Dokumentarfilm „A Cop Movie“ über Polizisten in Mexiko.

          Wegen der Pandemie gab es in diesem Jahr keine Filmvorführungen am Potsdamer Platz. Stattdessen konnten Fachleute und Journalisten online Filme schauen. Im Juni ist ein Festival fürs Publikum geplant. Bei den Preisen gingen zwei weitere deutsche Produktionen leer aus - die Literaturverfilmung „Fabian oder Der Gang vor die Hunde“ von Dominik Graf und Daniel Brühls Regiedebüt „Nebenan“.

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