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Deutscher Filmpreis : Ein Abend mit Lola

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Es kann nur einen geben: Wer nimmt den Lola in der Kategorie „Bester Schauspieler“ mit nach Hause? Hanno Koffer, Christian Friedel, Joel Basman (von links nach rechts) Bild: dpa

Die Filmbranche kürt ihre Besten und verleiht in Berlin den Lola, die deutsche Variante des Oscars. Der Favorit ist ein echtes Kino-Experiment.

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          Gewinnt der haushohe Favorit „Victoria“? Und wer wird auf dem roten Teppich besonders strahlen? Zur Verleihung des 65. Deutschen Filmpreises werden am Freitagabend im Berliner Palais am Funkturm mehr als 1800 Gäste erwartet – darunter Schauspieler wie Bruno Ganz, Corinna Harfouch, Charly Hübner, Katja Riemann, Anna Maria Mühe, Natalia Wörner und Ulrich Matthes.

          „Victoria“ gilt als Favorit für den Filmpreis.

          Auch Til Schweiger wird dabei sein. Er bekommt für seine Alzheimer-Tragikomödie „Honig im Kopf“ den undotierten Preis für den „besucherstärksten Film des Jahres“. Den Erfolgsstreifen mit Dieter Hallervorden in der Hauptrolle haben knapp 7 Millionen Kinogänger gesehen.

          In Til Schweigers Tragikomödie hat Amandus (Dieter Hallervorden, r.) nur „Honig im Kopf“. Tilda (Emma Schweiger, l.) kümmert sich um den Alzheimerkranken.

          Eine weitere Preisträgerin steht bereits fest: Mit dem Ehrenpreis wird die Kostümbildnern Barbara Baum ausgezeichnet. Sie kleidete die Darsteller von mehr als 70 internationalen Kino- und TV-Produktionen ein – darunter die Schauspieler von Rainer Werner Fassbinders Werken „Die Ehe der Maria Braun“ und „Berlin Alexanderplatz“.

          Die Kostümbildnerin Barbara Baum im Mai auf dem Nominiertenabend des 65. Deutschen Filmpreises

          In insgesamt 16 Kategorien vergibt die Deutsche Filmakademie Auszeichnungen. Klarer Lola-Favorit ist mit 7 Nominierungen der gerade im Kino gestartete Echtzeit-Thriller „Victoria“ von Sebastian Schipper, der ohne einen einzigen Schnitt gedreht wurde. Weitere fünf Regiearbeiten haben Chancen auf die Goldene Lola als bester Film. Dazu gehören Burhan Qurbanis Drama „Wir sind jung. Wir sind stark.“ über die ausländerfeindlichen Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen 1992 und der Computerhacker-Thriller „Who am I – Kein System ist sicher“ von Baran bo Odar. Ebenfalls nominiert sind Giulio Ricciarellis „Im Labyrinth des Schweigens“ über die Vorgeschichte der Frankfurter Auschwitz-Prozesse, Johannes Nabers Unternehmensberater-Satire „Zeit der Kannibalen“ und Edward Bergers Drama „Jack“ über zwei vernachlässigte Kinder.

          „Zeit der Kannibalen“: Frank Öllers (Devid Striesow, r.) und Kai Niederländer (Sebastian Blomberg, l.) wollen mit allen Mitteln nach oben.

          Um die Lola für den besten Schauspieler konkurrieren „Elser“-Darsteller Christian Friedel, Frederick Lau aus „Victoria“ und Hanno Koffler („Härte“). Als beste Schauspielerin muss sich „Victoria“-Darstellerin Laia Costa gegen Nina Hoss („Phoenix“) und Katharina Marie Schubert („Ein Geschenk der Götter“) behaupten.

          Der Deutsche Filmpreis ist mit Preisgeldern in Höhe von knapp drei Millionen Euro der höchstdotierte deutsche Kulturpreis. Die Gala, die der Schauspieler Jan Josef Liefers moderieren wird, wird ab 22.45 Uhr im ZDF ausgestrahlt.

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