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„Die Täuschung“ im Kino : Hackfleisch für Hitler

Wie britische Spione im Kriegsjahr 1943 das NS-Regime mit den Mitteln der Dichtung in die Irre führten: Der Kinofilm „Die Täuschung“ ist eine Hommage an die Macht der Literatur.

Streithähne beim PEN : Mythos Malente

Wie kann es mit dem zerstrittenen PEN weitergehen? Man müsste nur die Grundidee des Trainingslagers aus dem Fußball auf den deutschen Literaturbetrieb übertragen. Ein Vorschlag mit Doppelzimmerbelegung.

Polnische Literatur : Schönheit in Zeiten des Krieges

Hommage an Józef Czapski: Einer der Überlebenden des Massakers von Katyn unterhielt seine Kameraden in Gefangenschaft mit improvisierten Vorträgen über Proust.

Prozess in Paris : Handwerker verklagt vergöttertes Genie

Wer ist der Schöpfer der Werke Maurizio Cattelans? Daniel Druet will als Schöpfer der Wachsfiguren des weltbekannten italienischen Künstlers anerkannt werden und zieht vor Gericht. Konzeptkünstlern allerorten dürfte das nicht gefallen.

Krieg in der Ukraine : Eine Dorfstraße für Boris Johnson

Weil Boris Johnson großzügig Waffen an die Ukraine liefert, ehrt ihn das Land mit einer Straße in der Nähe von Odessa. Ein Besuch dort zeigt: Olaf Scholz sollte sich auf das Schlimmste gefasst machen.

Münchens früherer Ballettchef : Ein Kind mit Putins Tochter

Doppelleben: Der frühere Münchener Ballettchef Igor Zelensky und Putins zweite Tochter Katerina Tichonowa sind liiert und haben ein gemeinsames Kind. Tichonowa ist eine der besten Partien in Russland.

Interne Chats im Bundestag : Die AfD ist ein Trümmerhaufen

Der ARD sind 40.000 Chat-Nachrichten der AfD-Bundestagsfraktion zugespielt worden. Was steht drin? Frauen-, Schwulenfeindliches, Rassistisches, Umsturzphantasien. Man sieht, was in der Partei los ist. Das ist ein Offenbarungseid.

Der Kardinal und die „Bild“ : Woelki-Skandal

Sagen wir unentschieden? Der Erzbischof von Köln siegt vor Gericht einmal gegen „Bild“ und unterliegt einmal. Betrachtet man das Ganze, erweist sich Kardinal Woelkis juristische Strategie der Bekämpfung des Missbrauchsskandals als gescheitert.

Europäische Wissenschaft : Ausgebeutet von China

Ein Recherchenetzwerk findet heraus, dass China die europäische Wissenschaft gezielt für den Aufbau seiner Armee einspannt. Auch hier ist es Zeit für einen Kurswechsel.

Filmfestival Cannes : Ende einer Kreuzfahrt

Den Folgen der Globalisierung kann niemand entkommen, ob auf einer Luxusjacht oder in einem rumänischen Dorf. Davon erzählen Filme von Ruben Östlund und Cristian Mungiu im Wettbewerb von Cannes.

„Top Gun: Maverick“ im Kino : Immer voll drauf

Natürlich ist das Kitsch, es ist maßlos und fern jeder Realität: Tom Cruise fliegt wieder in „Top Gun: Maverick“. Wer sich diesen Pathosformeln des Kinos entziehen kann, der hat das Hollywood-Kino vermutlich nie ganz verstanden.
Zwischen Glaubenseifer und Staatstreue: Tawfeek Barhom in „Boy From Heaven“

Filmfestival Cannes : Höllenfahrt mit angezogener Handbremse

An der Croisette treffen Filme über Religion und Staat, Krieg und Kolonialismus aufeinander. Die einen spielen nach den üblichen Regeln des Kinos, die anderen verändern sie. Zwei Beispiele.

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  • Zum Tod von Vangelis : Ein Magier unserer Emotionen

    Vangelis hat fast jeden Tonfall in der Musik beherrscht. Der griechische Filmkomponist verwandelte Klassiker wie „Blade Runner“ und „Chariots of Fire“ in große Opern. Jetzt ist er mit 79 Jahren gestorben.
  • Großvater und Enkel: Anthony Hopkins und Michael Banks Repeta in „Armageddon Time“

    Filmfestival Cannes : Zu laut gedacht, zu kurz gesprungen

    James Gray und Jerzy Skolimowski sind alte Bekannte auf den Filmfestivals. Allerdings liegt ihr Karrierehöhepunkt schon eine Weile zurück. Daran werden auch ihre diesjährigen Wettbewerbsbeiträge nichts ändern.
  • Filmfestival Cannes : Eine Palme für Tom Cruise

    In Cannes lässt sich Tom Cruise für seinen neuen Film „Top Gun: Maverick“ feiern. Das Festival und der Star wissen, was sie einander schuldig sind.
  • Selenskyj in Cannes : Die Braut trug Gelb und Blau

    Der ukrainische Präsident hielt eine clevere Rede bei der Eröffnungsgala des Filmfestivals. Und im Wettbewerb lief ein Beitrag des nach Hamburg geflohenen russischen Regisseurs Kirill Serebrennikow.
  • Vor Remakes soll man sich hüten: Szene aus „Coupez!“, dem Eröffnungsfilm von Cannes

    Filmfestival Cannes eröffnet : Die Verbrechen der Zukunft

    Das Filmfestival von Cannes beginnt im Zeichen der Selbstbehauptung des Kinos. Doch die Machtverhältnisse in der Branche haben sich verändert, und der Eröffnungsfilm ist nur eine kraftlose Selbstbespiegelung.
  • Film „Stasikomödie“ : Das Lachen der Anderen

    War doch alles nur halb so wild und irgendwie auch ganz lustig – mit dem Film „Leander Haußmanns Stasikomödie“ beendet der Regisseur seine DDR-Trilogie, die vor mehr als zwanzig Jahren mit „Sonnenallee“ begann.
  • Schauspieler Oleg Zagorodnii : „Wir wollen wir selbst sein“

    Ein Ukrainer und ein Brite spielen in „Firebird“ zwei schwule russische Soldaten. Für den Diktator Putin ist das die maximale Provokation. Für Oleg Zagorodnii, der in Kiew lebt, zählt gerade nur eins: dass sein Land befreit wird.
  • Starb im Alter von 79 Jahren: Fred Ward.

    Im Alter von 79 Jahren : Schauspieler Fred Ward gestorben

    Er war in der Armee, Holzfäller und Boxer. Dann zog es ihn ins Schauspielfach, in dem Film „Tremors – Im Land der Raketenwürmer“ hatte er Anteil an einem Kultphänomen, als Henry Miller kam er bei der Kritik gut weg. Nun ist der Schauspieler Fred Ward gestorben.
  • Robert Zemeckis wird siebzig : Der schönste Trick heißt Blick

    Er hat Klassiker wie „Forrest Gump“, „Zurück in die Zukunft“ und „Contact“ gedreht und ist dabei auch im Gigantischen beweglich geblieben: Dem Kinoregisseur Robert Zemeckis zum Siebzigsten.
  • Sie sehen aus wie Menschen, aber was sie tun, verstehen  wir Menschen nicht: Szene aus „Weathering Heights“

    Kurzfilmtage Oberhausen : Nacherzählen unmöglich

    Bei den 68. Kurzfilmtagen in Oberhausen gab es einmal mehr experimentelle Arbeiten zu sehen, die sich dem Zugriff der Zusammenfassung und der Deutung entziehen.
  • Tilda Swinton und Elkin Díaz in dem Film „Memoria“.

    Neu im Kino : Der Mann, der sich an alles erinnert

    Zwischen Trip und Traum:. „Memoria“ heißt der neue Film des thailändischen Regisseurs Apichatpong Weerasethakul. Und er erzählt von einer Frau, die ein seltsames Geräusch hört.
  • Neuer Doctor-Strange-Film : Vom Zauber der Selbstkorrektur

    Regisseur Sam Raimi lässt Benedict Cumberbatch in „Doctor Strange in the Multiverse of Madness“ durch alle Welten springen. Er schafft dabei einen der düstersten und gruseligsten Superheldenfilme des Marvelkinouniversums.
  • Dokumentarfilm „Nawalny“ : Russlands Märchenheld

    Kampfgeist und Witz besiegen den Tod: Der Dokumentarfilm „Nawalny“ zeigt, wie der unerschrockene Putin-Gegner die Vernichtungsmaschine des Staates austrickste.