Der Autorenfilmer („Der Himmel über Berlin“, „Paris, Texas“) erhielt die Auszeichnung zum Auftakt des 27. Filmfests in der bosnischen Hauptstadt. Dem 76-Jährigen ist dort eine Retrospektive gewidmet
Gezeichnet im doppelten Sinn: Die Trickfiguren „Tom & Jerry“ bekommen einen Spielfilm, in dem sie neben realen Darstellern agieren. Das ist leider gar nicht gut gemacht.
Erst nass, dann polternd: In Locarno schwebt beim diesjährigen Filmfestival die Melancholie mit dem schlechten Wetter davon, dann kommen die Überraschungen.
Aus der fürs Jahr 2024 avisierten Mondlandung der Amerikaner wird nichts. Die Raumanzüge werden nicht fertig. Sie sollten, auch modisch, überarbeitet werden.
Ein Kulturfunktionär in der Vojvodina lehnt Ödön von Horvaths Stück „Kasimir und Karoline“ ab und wünscht sich mehr Märchen auf der Bühne. Eine gute Idee?
Ist die Erinnerungspolitik in Deutschland ein Projekt quasi priesterlicher Meinungskontrolle? Diese Polemik ist überzogen, aber mit der Stolperstein-App des WDR kündigt sich ein Formwandel der Geschichtskultur an.
„Wir sind keine Foto-Sharing-App mehr“: Nachdem Instagram jüngst angekündigt hatte, massiv auf Videoinhalte zu setzen, bekommen Fotografen und Künstler kalte Füße.
Armin Laschet sagt lauter Medien-Auftritte ab und erinnert darin an eine literarische Figur. An Bartleby aus Herman Melvilles gleichnamiger Erzählung. Der sagt: „Ich möchte lieber nicht“.
Um Kinder und Tiere im Griff zu behalten, selbst wenn sie nicht in physischer Reichweite sind, gibt es immer mehr technische Möglichkeiten. Wo führt dieses Ausspionieren noch hin?
Oft wirkt der Ausnahmefußballer Lionel Messi der Wirklichkeit entrückt. Aber sein offenbar ungewollter Vereinswechsel trägt Züge einer kollektiven Siesta.
Aufklärung kann ein böses Wort sein, wenn Hauptverwaltung davor steht. Franziska Stünkels Film „Nahschuss“ erzählt im Genre des Thrillers von einer DDR, die nicht mehr ist als bloßes Design.
Wie schafft man es, trotz großer Konflikte noch zusammenzuleben? Ein Gespräch mit Viggo Mortensen über Hass in Familien, die eigene Kindheit, sein Regie-Debüt „Falling“ und Fragen, mit denen sich unsere Gesellschaft insgesamt beschäftigen muss.
Zum 45. Mal ist beim Open-Air-Filmfest in Weiterstadt die Vielfalt Programm. 177 Filme in sieben Tagen werden gezeigt. Darunter sind eine animierte erfolglose Schildkröte und anspruchsvolle Dokumentarfilme.
Ein Film über Kriegsverbrechen, kaltblütige Bestien und die Solidarität verwitweter Frauen: Jasmila Žbanić klagt in ihrem neuen Film „Quo vadis, Aida?“ Srebrenica an. Ein Gastbeitrag.
„House of Cards“-Star Robin Wright gibt ihr Regiedebüt mit dem Spielfilm „Abseits des Lebens“. Mit Lakonie erzählt sie von Trauer und dem Rückzug einer Frau in die Wälder.
Die Französin Alice Guy-Blaché war eine Pionierin des frühen Erzählkinos. Ein amerikanisches Filmporträt und eine deutsche DVD-Edition setzen ihr ein hochverdientes Denkmal.
Im Kinofilm „Fabian“ spielt Tom Schilling den gleichnamigen Protagonisten. Im Interview spricht der Schauspieler über Schaffenskrisen, den Umgang mit dem Lockdown und die neue Generation deutscher Filmschauspieler.
Er macht Silvester Stallone zum Gott und der Psychopathin Harley Quinn eine Liebeserklärung: Regisseur James Gunn drechselt mit der Comic-Verfilmung „The Suicide Squad“ neue Windungen ins Actiongenre.
Dominik Graf hat Erich Kästners Zeitroman „Fabian“ von 1931 verfilmt. Aus dem sachlichen Helden der untergehenden Weimarer Republik wird ein sentimentaler Liebender von heute. Das führt zu starken Kinomomenten, geht aber an dem Buch vorbei.
„Uns hat diese Nähe und Zärtlichkeit, die sich beim Drehen ergab, verblüfft“: Der Regisseur Dominik Graf spricht über seine Adaption von Erich Kästners „Fabian oder der Gang vor die Hunde“.
In „Matthias & Maxime“ löst eine provozierte Liebesgeste große Leidenschaften aus: Xavier Dolan spielt als sein eigener Darsteller, Drehbuchautor und Schnittmeister mit unseren Erwartungen.
Wenn ich „ich“ sage, meine ich „wir“: Die palästinensischen Regisseure Arab und Tarzan Nasser über die Hamas, Israel, ihr Exil in Paris und über ihren neuen Film „Gaza mon amour“.
Seit einem Jahr steht Anna Schoeppe an der Spitze der hessischen Filmförderung. Nun sollen neue Strukturen und mehr Mittel für die Nachwuchsförderung und den Fachkräftemangel kommen.
Die Brüder Nasser haben mit „Gaza mon amour“ einen Film gedreht, der für ein Genre steht, das es eigentlich gar nicht gibt: Normales palästinensisches Arthouse-Kino.
Die Ordnung des Spielfilms kämpft mit dem Chaos anders als die Wissenschaft – in der Ausstellung „Katastrophe“ im Frankfurter Filmmuseum lernt man die Unterschiede.
Das Deutsche Filmmuseum führt Katastrophenfilme und Naturwissenschaft in einer Ausstellung zusammen. Kuratorin Stefanie Plappert und Senckenberg-Direktor Andreas Mulch über die Chancen von Wissensvermittlung durch den Film.
Um der Tristesse des Alltags zu entkommen, frönen mittelalte Männer in Thomas Vinterbergs neuem Film dem Alkoholkonsum. Die Darstellung selbst bleibt nüchtern.
Kelly Reichardt ist eine der wichtigsten unabhängigen Filmregisseurinnen unserer Zeit. Zum Start ihrer eigensinnigen Western-Produktion „First Cow“ widmet ihr das Streamingportal MUBI eine Retrospektive.
In einem neuen Interviewbuch gibt sich Papst Franziskus als Cineast zu erkennen. Filme von Vittorio De Sica oder Fellini hätten seine Weltsicht geprägt. Auch die Pandemie verlange nach filmischen Impulsen.
Filmfestival in Locarno : Kippmoment
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Elena Witzeck
Mode fürs Weltall : Was trägt man auf dem Mond?
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Claudius Seidl
Jugendliche auf Instagram : Damit sie nicht zu Zirkusäffchen werden
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Fridtjof Küchemann
Ungarn : Sind Volksmärchen politisch gefällig?
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Tilman Spreckelsen
Stolperstein-App : Geschichtsmoralische Grundversorgung durch den WDR
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Patrick Bahners
Instagram und die Kreativszene : Bling und Bilder
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Der Absagen-Laschet : Ich würde lieber nicht
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Überwachung mit Wearables : Ich weiß, was du tust
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Melanie Mühl
Messis Vereinswechsel : Alle haben ein bisschen geschlafen
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