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Kino : Olsen-Bande: Egon ist tot

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Ove Sprogøe Bild: Polfoto

Er war der Chef der „Olsen-Bande“: Als Egon, der stets einen Plan hatte und am Schluß im Knast landete, wurde der dänische Schauspieler Ove Sprogøe populär - vor allem auch in der DDR. Nun ist er gestorben.

          Der durch die Filmserie mit der dänischen „Olsen-Bande“ berühmt gewordene Schauspieler Ove Sprogøe ist am Dienstag im Alter von 84 Jahren gestorben.

          „Ich habe einen Plan“, hatte der kleingewachsene Egon alias Ove Sprogøe ab 1968 in 14 Filmen mit der Olsen-Bande immer und immer wieder zu seinen beiden nicht ganz so hellen kleinkriminellen Mitstreitern Kjeld und Benny gesagt. Benny antwortete stets begeistert: „Mächtig gewaltig, Egon“, ehe die Ausführung des Planes dann mit absoluter Sicherheit schief ging; am Ende jedes Filmes landete Egon im Knast.

          Riesiger Erfolg in der DDR

          Der riesige Erfolg der vor allem in den siebziger Jahren gedrehten Ganoven-Klamotten beim DDR-Publikum hat zeit seines Lebens auch Sprogøe und seine Schauspielerkollegen Kjeld (gespielt von dem 1998 verstorbenen Poul Bundgaard) und Benny (Morten Grunwald) überrascht. Im eigenen Land war Egon Olsen ebenfalls Sprogøes erfolgreichste und auch seine letzte Filmrolle. 1998 gab es ein Comeback mit „Der letzte Stich der Olsen-Bande“. Aber das Publikum liebte den privat sehr zurückhaltenden Mann auch als Charakterschauspieler auf der Bühne.

          Egon Olsen (vorne) und seine Gang

          156 Filmrollen hatte Sprogøe zwischen 1945 und 1998 gespielt und in zahlreichen Fernsehserien mitgewirkt. Seine Popularität unter den Dänen läßt sich mit der eines Heinz Rühmann in Deutschland vergleichen. Allerdings bekannte sich Sprogøe politisch stets zur Linken und trat bei Streiks in Kopenhagen immer wieder für gewerkschaftliche Ziele ein.

          Nach dem Erfolg mit dem 14. Filmauftritt der Olsen-Bande als immerhin 78jähriger gab Sprogøe seinen endgültigen Rücktritt als Schauspieler bekannt. Er wohnte äußerst bescheiden mit seiner Frau Eva in einem Gartenhaus auf der Kopenhagen vorgelagerten Insel Amager. Nach dem Umzug des Ehepaars in ein Altersheim starb Eva Sprogøe am 20. August. Ihr Mann überlebte sie dreieinhalb Wochen.

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