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Kino : Kamera-Kran bringt deutschem Erfinder Technik-Oscar ein

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Einen Oscar kann man auch für einen Kran bekommen Bild: picture-alliance / dpa

Die amerikanische Filmakademie honoriert nicht nur schauspielerische Leistungen: Der frühere deutsche Filmemacher Horst Burbulla bekommt nun einen „Oscar“ für einen von ihm erfundenen Kamera-Kran.

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          Der frühere Filmemacher Horst Burbulla aus Bonn hat mit seiner Erfindung eines Teleskop-Kamera-Krans den diesjährigen Technik-Oscar der Filmakademie in Hollywood gewonnen. Das teilte die Academy of Motion Picture Arts and Sciences am Samstag mit. Burbulla soll am 12. Februar im kalifornischen Beverly Hills mit einem Oscar ausgezeichnet werden. Der Preis geht zu gleichen Teilen an die Erfinder eines weiteren Kamera-Krans mit Fernsteuerung, des Teams von Jean-Marie Lavalou, Alain Masseron und David Samuelson.

          Der 46jährige Burbulla hatte die Nachricht von der Oscar-Auszeichnung bereits vor einiger Zeit aus Hollywood erhalten. Am Samstag sagte er, sein von ihm entwickelter Teleskop-Kran sei bereits seit 15 bis 20 Jahren im Einsatz. „Damals war das neu und hilfreich, aber insgesamt war es nur ein kleiner Schritt im großen Filmgeschäft.“

          Die amerikanische Filmakademie begründet ihre Wahl damit, daß Burbullas Erfindung und Weiterentwicklung seines Systems die Kamera-Kran-Technologie revolutioniert habe. „Mit seinem elektronisch gesteuerten, ausfahrbaren, leichtgewichtigen und überaus präzisen Kopf erlaubt er der Kamera, während der Aufnahme zu schwenken.“ Burbulla hatte das System vor rund 20 Jahren zum Eigenbedarf gebaut und später auf einer Messe vorgestellt.

          Academy-Director Rich Miller erläuterte dem Online-Dienst „Movie City News“, daß der Sci-Tech-Oscar anders als die alle anderen Oscars nicht herausragende Beiträge aus 2004 würdigt. Vielmehr würden „Errungenschaften, die ihren Nutzen über Jahre bewiesen und der Filmindustrie zu Erfolg verholfen haben“ ausgezeichnet.

          Burbulla will mit seiner kompletten Familie zur Nacht der Oscars nach Hollywood fliegen. Der Bonner berichtete am Samstag, daß er sich früher als „Filmemacher“ versucht habe. „Das hat aber nicht so ganz geklappt, deswegen habe ich mich dann auf die Technik spezialisiert“, sagte er.

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