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Juden in arabischen Staaten : Der verdrängte Exodus

  • -Aktualisiert am

Schabbatgebet in der Synagoge des jüdischen Viertels in Marrakesch im Jahr 1952 Bild: Paul Almasy

Fast eine Million Juden lebten einmal in arabischen Staaten. Heute sind es nur noch wenige tausend. Die Geschichte ihrer Emigration und Vertreibung ist kaum bekannt.

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          Außerhalb Israels finden die rund eine Million jüdischen Flüchtlinge, die seit 1948 die arabischen Staaten und seit 1979 Iran verlassen haben, in Debatten zum Nahen und Mittleren Osten so gut wie keine Erwähnung. Außer einigen Spezialisten weiß kaum jemand etwas über den Farhud in Bagdad, jenes Pogrom des Jahres 1941, das den Auftakt für das Ende der über zweieinhalbtausend Jahre alten jüdischen Gemeinde im Irak bildete. In Europa ist es weitgehend aus dem Bewusstsein gedrängt, dass Ende der 1930er Jahre mehr als 25 Prozent der Bevölkerung der irakischen Hauptstadt jüdisch war und dass allein in Nordafrika bis 1948 etwa eine halbe Million Juden lebte.

          Während im neunzehnten Jahrhundert noch zahlreiche Juden aus Russland und dem Balkan ins Osmanische Reich flohen, kommt es in der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts zum Massenexodus der Juden aus den islamisch geprägten arabischen Gebieten. Flucht und Vertreibung der Juden aus den arabischen Ländern waren nahezu total. Sie standen nicht im unmittelbaren Zusammenhang mit einem Kriegsgeschehen.

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