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Journalismus im Wandel : Die Logik, das bin ich

Logik ist sein zweiter Vorname: Youtuber Rezo Bild: dpa

Das Deutschlandradio fragt auf einer Tagung, ob Journalisten aus der Öffentlichkeit verdrängt werden. Wie das geschieht, zeigt der Auftritt eines Influencers.

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          Zum Schluss stellte der Intendant des Deutschlandradios eine Frage. „Und was wird dann aus uns?“ So direkt und unverhohlen hatte – in der Einzahl – einst die schleswig-holsteinische Ministerpräsidentin Heide Simonis in einem Fernsehinterview auf die ihr unfassbare Abstimmungsniederlage im Landtag reagiert. Sie war abgelöst worden, einfach so, Amt und Würden perdu. Steht das den Journalisten auch bevor? Sind die einstigen Gatekeeper, die Vertreter der „vierten Gewalt“, nicht mehr gefragt, von der Entwicklung der digitalisierten Öffentlichkeit überrollt worden und werden nicht mehr gebraucht?

          Michael Hanfeld

          verantwortlicher Redakteur für Feuilleton Online und „Medien“.

          Das hätten viele gerne, im Netz schallt Journalisten den lieben, langen Tag entgegen, sie seien von gestern. Dabei entgeht den Endzeit-Beschwörern, wie sehr sie „die“ Medien, über die sie sich fortwährend ereifern, als Projektionsfläche brauchen, wenn nicht sogar als Plattform. Das bezeugten auch die Einlassungen auf den Podien der jetzt vom Deutschlandradio in Berlin ausgerichteten Tagung „Formate des Politischen“, auf welcher der Intendant Stefan Raue am Ende die Frage aller Fragen stellte.

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