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Jazz-Sänger : Jimmy Scott mit 88 Jahren gestorben

  • Aktualisiert am

Jimmy Scott (1925-2014) Bild: AP

Er war angeblich der einzige Mann, der Popdiva Madonna mit seinem Gesang zum Weinen brachte. Seine ungewöhnlich helle Stimme behielt Jimmy Scott wegen eines seltenen Gendefekts.

          Der für seine ungewöhnliche Sopranstimme bekannte Jazz-Sänger Jimmy Scott ist tot. Der Musiker sei am Donnerstag in seinem Haus in Las Vegas im Alter von 88 Jahren im Schlaf gestorben, berichten amerikanische Medien. Scott, der 1925 in Cleveland als eines von zehn Geschwistern geboren wurde, verdankte seine charakteristische hohe Stimme dem Kallmann-Syndrom. Der seltene Gendefekt führte dazu, dass er niemals die Pubertät erreichte, weshalb sein Wachstum begrenzt und seine Stimme unverändert durchs Alter blieb.

          Scott begann seine Karriere in den 1940er Jahren mit Jazz-Größen wie Lionel Hampton und Charlie Parker. Seit den 1950er Jahren nahm er auch Platten unter eigenem Namen auf, doch wurde 1963 sein Album „Falling in Love Is Wonderful“ wegen eines Rechtsstreits aus dem Verkauf genommen.

          Scott zog sich daraufhin aus dem Musikgeschäft zurück, kehrte aber in den 1990er Jahren mit neuen Aufnahmen und Konzerten zurück. Die Popsängerin Madonna sagte einmal über Scott, er sei der einzige Sänger, der sie zum Weinen bringe.

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