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J. K. Rowlings Mediensatire : Harry Potter und die Quidditch-WM

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J. K. Rowling, Autorin der berühmten Harry Potter-Reihe. Bild: AP

Auf ihrer Internetseite hat J.K. Rowling eine Satire gegen die Boulevardpresse publiziert. Mit von der Partie ist dabei auch ihr Romanheld Harry Potter. Für Freitag ist eine Fortsetzung angekündigt. Dann soll es um das Finale der Quidditch-WM gehen.

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          J. K. Rowling hat die Biographien von Harry Potter und einigen seiner Zauberfreunde auf den letzten Stand gebracht - in einem Bericht, den sie Rita Kimmkorn, der aus den Büchern bekannten Reporterin der Zauberzeitung „Tagesprophet“, in die Tasten legt. Im atemlosen Stil der Boulevardpresse verfasst, ist er gestern auf der Website der Harry Potter-Schöpferin erschienen.

          Gina Thomas

          Feuilletonkorrespondentin mit Sitz in London.

          Harry selbst tritt darin als Mittdreißiger auf, der für die geheimdienstähnliche Aurorzentrale tätig ist, aber immer noch die markante runde Brille trägt. Eine rätselhafte neue Narbe über seinem rechten Wangenknochen dient Rita Kimmkorn als Vorwand für indiskrete Spekulationen über Harrys Ehe mit Ginny.

          Der Vater zweier Söhne ist mit seinen Kindern zur Quidditch-Weltmeisterschaft in Patagonien angereist. Ron Weasley, dessen rotes Haar etwas schütter geworden ist, und seine Frau Hermine sind ebenfalls mit von der Partie. Es kommt auch zu einer Wiederbegegnung mit dem bulgarischen Quidditch-Ass Viktor Krum.

          Auch in ihrem kürzlich unter dem Pseudonym Robert Galbraith erschienenen Kriminalroman „The Silkworm“ hat J. K. Rowling den Literaturbetrieb aufs Korn genommen. Der jüngste Potter-Beitrag enthält nun einige ins Fiktive verlegte Spitzen gegen die Boulevardpresse, die ihre aufdringlichen Methoden mit der Formel zu verteidigen pflegt, dass Leute, die vom Ruhm profitierten, auch den Preis dafür zahlen müssten.

          J. K. Rowling habe, so ihr Sprecher, nicht vor, weitere Fortsetzungsgeschichten der Potter-Saga zu schreiben. Ein letzter Bericht über das Quidditch-Finale zwischen Brasilien und Bulgarien ist aber für den 11. Juli angekündigt.

          Wie das Medienportal Meedia.de am Mittwoch berichtete, brach Rowlings Seite am Dienstag zwischenzeitlich unter dem Ansturm der Fans zusammen. Um die Kurzgeschichte selbst zu lesen, muss man sich als Nutzer einen kostenfreien Account auf der Seite erstellen.

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