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Islam und Judenhass : Ein deutsches Erbe?

Propaganda aus Berlin: Der Großmufti Amin el-Husseini im Gespräch mit Hitler. Bild: Picture-Alliance

Das Staatsoberhaupt Irans hat wieder einmal erklärt, es wünsche sich „die Eliminierung des zionistischen Regimes“. Doch woher kommt dieser Auslöschungs-Antisemitismus? Der Historiker Matthias Küntzel beleuchtet in seinem Buch „Nazis und der Nahe Osten“ bisher wenig beachtete Aspekte.

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          Buntes Konfetti, blauer Himmel, zwei Friedenstauben. Die Menschen lachen, zeigen Siegerzeichen, halten Hizbullah-Fahnen hoch. Es ist die große Party auf dem Tempelberg – gemalt als Propagandabild, naiv wie Zeichnungen von unbegabten Kindern. Es zeigt, was Ali Chamenei, das Staatsoberhaupt Irans, sich wünscht. Diejenigen, die diese Agitations-Bildsprache nicht verstehen, verstehen aber den Slogan, der im blau ausgemalten Himmel hängt: „Palästina wird frei sein. Die Endlösung: Widerstand bis zu einem Referendum.“

          Anna Prizkau

          Redakteurin im Feuilleton.

          Der Chef-Ajatollah hatte das Bild zum Al-Quds-Tag im Mai veröffentlicht, um klarzumachen, was er schon immer sagt und will: „die Eliminierung des zionistischen Regimes“. Doch dieses Mal hat er seinen Wunsch mit dem Wort „Endlösung“ erklärt. Die Art der unsubtilen Holocaust-Anspielung kennt man nicht nur aus Iran, man kennt sie auch aus Gaza. Neulich drohte mal wieder die Hamas, dass ausgerechnet „sechs Millionen israelische Siedler unfähig sein werden zu atmen“.

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