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Aufruhr in Iran : Die mörderische Repression eines verzweifelten Regimes

  • -Aktualisiert am

Entsetzen auch außerhalb von Iran: ein Frauenprotestzug in der kurdisch kontrollierten syrischen Stadt Quamischli am 26. September in Erinnerung an die mutmaßlich an Misshandlungen gestorbene Mahsa Amini, deren kurdischer Vorname Jina lautet. Bild: Reuters

Der Tod von Mahsa Amini ist nur das jüngste Beispiel einer nicht abreißenden Kette staatlicher Unterdrückung und maßloser Polizeigewalt in Iran. Ein Gastbeitrag.

          7 Min.

          Der Tod der jungen Kurdin Mahsa Amini im Gewahrsam iranischer Moralwächter hat seit zehn Tagen landesweit Zorn entfacht und zugleich Trauer erzeugt. Wie tief diese Trauer reicht, sei durch die Tatsache illustriert, dass einige Iranerinnen sich die Haare abgeschnitten, diese Protest­aktion gefilmt und die Videos im Internet veröffentlicht haben. Im alten Iran galt das Abschneiden der Haare als Trauer­ritual.

          Mahsa war zweiundzwanzig Jahre jung. Zu Herbstbeginn mit ihrer Familie aus der Kleinstadt Saghez in der Provinz Kurdistan nach Teheran gekommen, wollte sie dort ein paar freie Tage verbringen. Die Hauptstadt wurde ihr auf grausamste Weise zum Verhängnis. Fotos von ihr lassen erkennen, dass Mahsa eine schöne junge Frau war. Gab ihre Schönheit den Sittenpolizisten Anlass, sie zu verhaften und einzuschüchtern?

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