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Investigativportal in Amerika : Den Kreml im Blick

  • -Aktualisiert am

Schlag ein: Wie eng sind Russland und die USA verbandelt? Bild: dpa

Rob Reiner hat ein Portal zur Untersuchung der Rolle Russlands im amerikanischen Wahlkampf gegründet. Seine Unterstützer sind prominent, seine Forderung an den Präsidenten klar.

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          Der Regisseur Rob Reiner („Harry und Sally“) will es wissen: Was hat es mit der russischen Einflussnahme auf den Präsidentenwahlkampf in den Vereinigten Staaten und auf die Politik Donald Trumps wirklich auf sich? Als Initiator der Internet-Plattform „Committee to Investigate Russia“, die am Dienstag unter investigaterussia.org online ging, startet er eine investigative Offensive und will Druck auf den amerikanischen Präsidenten ausüben. Als prominenten Unterstützer holte sich den Hollywood-Schauspieler Morgan Freeman mit ins Boot. In einem auf der Website abrufbaren Video spricht Freeman über die ungeklärte Rolle Russlands im Wahlkampf und schildert den Werdegang Wladimir Putins als eine Art Post-Kalter Krieg-Thriller.

          Reiner hat das Projekt gemeinsam mit Politikern und Journalisten wie David Frum von „The Atlantic“ gestartet. Es soll vor allem vertrauenswürdig informieren. Informationen zur russischen Einflussnahmen werden auf der Website zusammenzutragen. So will Reiner ein „größeres Bild“ über die Verflechtungen zwischen Russland und den Vereinigten Staaten zeichnen und verständlich machen, wie schwerwiegend der Einfluss von Russland auf die amerikanische Demokratie sei. Dazu bedürfte es aber, sagt Reiner, auch einer Stellungnahme des Präsidenten Donald Trump, der klar machen müsste: „Wir wurden angegriffen.“ Weil derlei nicht geschieht, sieht Reiner die Demokratie „am Abgrund“. Gegenüber Moderatoren der CNN-Sendung „New Day“ sagte er: „Wenn wir überleben wollen müssen wir als Amerikaner zusammenkommen und verstehen, was passiert ist.“ Sein Projekt sei nicht auf Profit aus und keiner Parteilinie verpflichtet.

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