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Gespräch über Lügen : „Für Lügen im großen Stil benötigt man keine herausragende Intelligenz“

Hinter dem Rücken gekreuzte Finger sollen einen im Fall eines gebrochenen Schwurs davor schützen, in die Hölle zu kommen. Bild: Picture-Alliance

Hans-Ludwig Kröber kennt sich als forensischer Psychiater mit Schutzbehauptungen aus. Im Interview erklärt er, warum die Unwahrheit immer eine Gemeinschaftsleistung ist und was Lügen mit Sex gemeinsam hat.

          4 Min.

          Herr Kröber, wir alle lügen, die einen mehr, die anderen weniger, die deutsche Autoindustrie offenbar ganz besonders. Sie haben von Berufs wegen mit Straftätern zu tun, die versuchen, ihren Kopf durch Lügen aus der Schlinge zu ziehen. Welche Art von Lügen sind das?

          Melanie Mühl

          Redakteurin im Feuilleton.

          Die Lügengeschichten, mit denen ich beruflich konfrontiert werde, sind meist ganz normale Täterlügen – man erfindet ein falsches Alibi, oder man behauptet einen völlig anderen Tatablauf. Interessant sind Täter, die überflüssig lügen oder in der Haft alle möglichen Legenden erfinden.

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