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Muslime in Auschwitz : „Der Sündenbock-Mechanismus läuft auf vollen Touren“

„Wir müssen an den Zweifeln, den Fragen und der Neugierde der Jugendlichen andocken“, sagt Burak Yilmaz. Bild: Frank Röth

Burak Yilmaz ist Sozialarbeiter in Duisburg-Marxloh. Um dem Antisemitismus entgegenzuwirken, fährt er mit jungen Leuten in die KZ-Gedenkstätte. Ein Gespräch über Wege aus der Intoleranz.

          6 Min.

          Herr Yilmaz, Sie sind Sozialarbeiter in Duisburg und kümmern sich um Jungen und junge Männer mit Migrationshintergrund. Dabei betreuen Sie ein besonderes Projekt. In welchem Rahmen findet das statt?

          Michael Hanfeld

          verantwortlicher Redakteur für Feuilleton Online und „Medien“.

          Der Träger des Vereins heißt „Jungs e.V.“ Er bietet Jungs und jungen Männern die Möglichkeit, sich kritisch mit dem Thema Geschlecht, Männlichkeit und Gewalt auseinanderzusetzen. Dort habe ich 2011 angefangen. Daraus hat sich ein Projekt entwickelt, das sich „Junge Muslime in Auschwitz“ nennt. In dem Jugendzentrum, in dem ich gearbeitet habe, waren sehr viele Jugendliche, die sich über den Geschichtsunterricht in der Schule beschwert haben. Wir haben gemerkt, dass der Unterricht leider nicht alle anspricht, und haben mit dem Projekt begonnen.

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