https://www.faz.net/-gqz-qewe

Internet : Grimme-Preise für Wikipedia und BILDblog

  • Aktualisiert am

Liest er „Wikipedia”? John Malkovich bei Grimme Bild: AP

Die Internetseite „Wikipedia - Die freie Enzyklopädie“ hat beim Grimme Online Award 2005 am Donnerstag in Bensberg bei Köln gleich zwei Preise erhalten. Sieben Websites wurden ausgezeichnet.

          1 Min.

          Die Internetseite „Wikipedia - Die freie Enzyklopädie“ ist beim Grimme Online Award 2005 am Donnerstag in Bensberg bei Köln gleich mit zwei Preisen ausgezeichnet worden.

          Das Wissensnetzwerk erhielt „als herausragendes Beispiel kollaborativer Nutzung des Internet“ den Preis des Adolf Grimme Instituts in der Kategorie „Wissen und Bildung“. Außerdem gewann es den Intel-Publikums-Preis, der von Hollywood-Star John Malkovich überreicht wurde. Einen Grimme Online Award erhielten dieses Mal insgesamt sieben Websites.

          Einstein begreifbar machen

          Ebenfalls in der Kategorie „Wissen und Bildung“ erhielt die Website „Holocaust-Mahnmahl - Gedächtnis aus Stein“ (ZDF, HR Neue Medien, Redaktion heute.de) die begehrte Trophäe für „ein inhaltlich überzeugendes und emotional sehr ansprechendes Gesamtwerk, welches keine vordergründige Betroffenheit sucht, sondern an der Reflexion teilhaben läßt“, so die Begründung der Jury. Daneben wurde der Internetauftritt der ZDF-Sendung „Einsteins Welt“ gekürt, die „das Leben und Werk Albert Einsteins in seinen wesentlichen Aspekten auf sympathische und verständliche Weise begreifbar“ mache.

          Eine weitere Preisträgerseite, „Jugendopposition in der DDR“ der Robert-Havemann-Gesellschaft und der Bundeszentrale für politische Bildung, habe die Jury inhaltlich begeistert und mit ihrer eigenwilligen, etwas „schräg liegenden Optik“ überzeugt. Erstmals wurde der Preis auch in der Kategorie „Spezial“ vergeben, in der „Spiegel Online“ geehrt wurde. Damit werde ein journalistisch geprägtes Onlineangebot ausgezeichnet, „das seit zehn Jahren wesentlich mit dafür gesorgt hat, daß das Internet zu einem respektierten Medium geworden ist.“

          In der Kategorie Kultur und Unterhaltung erhielt die Internetseite „Lyrikline - Poesie hören und lesen“ einen Award für Konzept und Idee. Eine weitere Trophäe ging an das boulevardkritische Weblog „BILDblog“, dessen Betreiber die Berichterstattung der „Bild“-Zeitung begleiten. Insgesamt waren aus 1400 Einreichungen 28 Seiten nominiert worden. An der Abstimmung des Intel-Publikums-Preises hatten sich in diesem Jahr mehr als 120.000 Internet-Nutzer beteiligt. „Wikipedia“ hatte sich hier ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem Online-Angebot „Lisas Leben“ zur Sat.1-Telenovela „Verliebt in Berlin“ geliefert.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Sorgt für diplomatischen Streit: Meng Wanzhou im August in Vancouver

          Spannungen mit Kanada : Huawei-Managerin Meng wieder auf freien Fuß

          Ihr Fall hat zu großen Spannungen zwischen Kanada und China geführt. Nun erzielte die Huawei-Managerin Meng Wanzhou eine Einigung mit der US-Justiz und kann in ihre Heimat zurückkehren. Auch zwei in China inhaftierte Kanadier sind auf dem Heimweg.
          Protest gegen die PiS vor dem Verfassungsgericht in Warschau am 31. August

          Polen und die EU : Die wachsende Gefahr des Polexits

          Die nationalkonservative PiS-Regierung will Polen wohl nicht aus der EU führen. Aber sie nimmt das Risiko mutwillig in Kauf, weil sie ihre Macht über das Wohl des Landes stellt.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.