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Höchster Wohnturm Deutschlands : Es geht auch ohne Glamour vor der Haustür

Der Grand Tower spielt seine Trümpfe souverän aus, sein Architekt wusste, wie er den Frankfurtern ans Herz geht. Bild: Helmut Fricke

Der 180 Meter hohe Grand Tower ist der jüngste Beau unter den Frankfurter Hochhäusern. Für Sozialwohnungen war kein Platz, aber ein Penthouse ist noch zu haben.

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          Die Ungleichverteilung von Schönheit ist schon deshalb unfair, weil den Attraktiven gern nachgesehen wird, was man dem Durchschnitt nicht durchgehen lässt. Diese Regel lässt sich auf Häuser übertragen, auf den Grand Tower zum Beispiel, einen gerade fertiggestellten Wohnturm im Frankfurter Europaviertel. Was war geschimpft worden, als die Planungen bekannt wurden. 47 Geschosse mit 413 Eigentumswohnungen für reiche Leute aus fragwürdig regierten Ländern, von denen viele allenfalls für ein Wochenende in die Stadt kämen oder ihr Apartment als Kapitalanlage gleich ganz leer stehen lassen würden, so etwas brauche man nicht, hieß es. Wo denn der soziale Gedanke bleibe?

          Nun aber, da die Gerüste gefallen und die Baukräne abgebaut sind, herrscht beinahe andächtiges Schweigen. Schlank und muskulös zugleich, elegant und sehr hell steht der Grand Tower da. Der Turm, mit 180 Metern das höchste Wohnhochhaus in Deutschland, ist ein Blickfang in der Frankfurter Skyline, in der es viele markante und einige sehr ansehnliche Gestalten gibt, nicht zuletzt den nahe gelegenen Messeturm. Der Grand Tower bringt eine ganz eigene, beschwingte Note ins Ensemble. Dieser Hauch von maritimem Exotismus tut Frankfurt, das weit vom Wasser entfernt baut, ziemlich gut – ein Leuchtturm am Pflasterstrand.

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