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Herausgeber des „Falter“ : Festwochen der Verlogenheit

  • -Aktualisiert am

Das waren noch Zeiten: Kanzler Sebastian Kurz, Vize-Kanzler Heinz-Christian Strache und Innenminister Herbert Kickl. Bild: AFP

Die Staatskrise in Österreich herrscht, seit Kurz mit einer Partei die Regierung bildete, von der jeder wusste, was sie ist: rechtsextrem, russlandfreundlich, xenophob und zynisch. Ein Gastbeitrag.

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          Österreich hat eine Staatskrise. Oder soll man sagen, es bemerkt erst jetzt, dass es seit eineinhalb Jahren eine hat? Am Anfang der nun geschärften Wahrnehmung stand das Ibiza-Video, von dem nur jene sechs Minuten Zusammenfassung bekannt sind, die von „Spiegel“, „Süddeutscher Zeitung“ und in Österreich vom „Falter“ veröffentlicht wurden. Darauf ist der ehemalige Vizekanzler und FPÖ-Chef Strache zu sehen, wie er, assistiert von Johann Gudenus, immerhin ehemaliger Klubobmann der Freiheitlichen im Parlament und Vizebürgermeister des schönen Wien, der vermeintlichen Nichte eines russischen Oligarchen das Land Österreich zum Kauf anbietet: „Kronen Zeitung“, Trinkwasser, Infrastruktur.

          Mit der „Kronen Zeitung“ habe man die Macht im Land, konstatierte Strache und veranschlagte deren Einfluss bei etwa sieben Prozent der Stimmen. Eine schwer bestreitbare politologische Analyse. Desillusioniert fragte der geschäftsführende Chefredakteur der „Krone“ in einer ORF-Sendung, ob die FPÖ denn nicht erkannt habe, dass die „Krone“ ein Freund sei? Nun ist sie es nicht mehr. Am Tag nach dem Video erschien das Blatt mit der Schlagzeile „FPÖ am Ende!“.

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