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Holocaust-Überlebender : Adolf Burger ist tot

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Adolf Burger bei der Vorstellung seines Buchs „Des Teufels Werkstatt“ im Jahr 2007 in Berlin Bild: dpa

Im KZ Sachsenhausen wurde Adolf Burger mit anderen Häftlingen gezwungen, millionenfach Pfund- und Dollar-Scheine zu fälschen. Seine Erinnerungen dienten als Vorlage für den Film „Die Fälscher“. Jetzt ist er im Alter von 99 Jahren gestorben.

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          Der Holocaust-Überlebende Adolf Burger, einer der letzten Zeitzeugen der NS-Geldfälscherwerkstatt im KZ Sachsenhausen, ist tot. Er sei am Dienstagabend im Alter von 99 Jahren in Prag gestorben, berichteten am Mittwoch der öffentlich-rechtliche tschechische Rundfunk und die Zeitung „MF Dnes“ unter Berufung auf die Tochter und den Schwiegersohn des Verstorbenen.

          Burger war mit anderen jüdischen KZ-Häftlingen in Sachsenhausen in Oranienburg, nördlich von Berlin, gezwungen worden, millionenfach Pfund- und US-Dollar-Scheine zu fälschen.

          Über die augenscheinlich größte Geldfälschungsaktion der Geschichte schrieb Burger später das Buch „Des Teufels Werkstatt“. Seine Erinnerungen dienten als Vorlage für den Spielfilm „Die Fälscher“. Der Film des österreichischen Regisseurs Stefan Ruzowitzky gewann 2008 einen Oscar für den besten fremdsprachigen Film.

          „Von hier kommst du nie lebendig raus“

          Die Nationalsozialisten hatten Burger wegen seiner Kenntnisse als Buchdrucker zur sogenannten Aktion Bernhard abkommandiert.

          Seine Gedanken, als er dort eintraf, beschrieb er so: „Von hier kommst du nie lebendig raus. Eine vom Nazi-Staat errichtete Geldfälscherwerkstatt bedeutet ein Staatsgeheimnis, dessen Zeugen nur der Tod erwartet.“ Die US-Armee befreite Burger, der am 12. August 1917 im heute slowakischen Velka Lomnica zur Welt gekommen war, kurz vor Kriegsende. Seine Frau überlebte den Holocaust nicht.

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